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Das Britische Pfund handeln

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Ein professioneller Bank-Trader sagte einmal zu mir: „Niemand hat jemals Geld damit verloren das Pfund zu verkaufen“. Wie dies bei vielen Finanzmarkt-Maximen der Fall ist, ist diese Aussage natürlich falsch. Wie jeder andere liquide, handelbare Vermögenswert gewinnt und verliert das Pfund von einer Minute zur nächsten. Wenn Sie also zum falschen Zeitpunkt verkaufen, werden Sie in der Tat Geld verlieren. Wenn man sich aber die Geschichte des Pfunds anschaut, sieht man, dass es über die Jahrhunderte hinweg stetig gefallen ist. Der Aphorismus dieses Traders enthält also durchaus ein Körnchen Wahrheit.

Wichtiger aus Sicht eines modernen Traders ist jedoch, dass die Geschichte des Pfunds von bemerkenswerter Volatilität geprägt ist. Dadurch wird das Trading des Pfunds einerseits potenziell äußerst profitabel und andererseits potenziell gefährlich. Wie der Chart unten für den Wechselkurs des Pfunds gegenüber dem US-Dollar seit 1791 zeigt, hat die britische Währung ihren Wert von ca. 5 Dollar auf 10 Dollar zum Ende des 19. Jahrhunderts verdoppelt. Seitdem hat es dann bis zum aktuellen Wert von 1,40 USD Wert verloren.

GBP/USD-Wechselkurs seit 1791

Quelle: Lawrence H. Officer, MeasuringWorth, 2017, aus The Telegraph

Dieser Kursverfall des Pfunds ist weniger ausgeprägt, wenn er inflationsangepasst wird. Der reale – oder inflationsangepasste – Kurs war jedoch im 20. Jahrhundert und bis ins 21. Jahrhundert bemerkenswert volatil.

GBP/USD: Reale und nominale Wechselkurse

Quelle: Dimson, Marsh and Staunton (2016) „Credit Suisse Global Investment Returns Sourcebook“, aus The Telegraph

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Der reale Wechselkurs kann nicht auf die gleiche Weise gehandelt werden wie der nominale Kurs, aber die Botschaft ist klar: Auch wenn das Pfund nicht so schwach war, wie man denken möchte, ist es dennoch schnell und erratisch geschwankt. Das bot zum Einen Chancen und zum Anderen potenzielle Fallstricke.

Um die Gründe hierfür verstehen zu können, muss man tiefer in die Geschichte eintauchen. Laut einem Bericht des Weltwirtschaftsforums ist das Pfund eine Währungseinheit, die bis in das angelsächsische England des Jahres 775 zurückreicht. Man geht weithin davon aus, dass es sich ursprünglich um ein Pfund Gewicht von Sterling-Silber-Münzen handelte – daher die Bezeichnung Pfund Sterling. Es wurde später jedoch an Gold anstatt von Silber gekoppelt, bevor es frei gehandelt wurde. Das Währungspaar Pfund/Dollar bzw. GBP/USD wird immer noch als „Cable“ bezeichnet. Dieser Begriff hat seinen Ursprung in der Mitte des 19. Jahrhunderts, als man begann, den Wechselkurs der beiden Währungen per Kupfer-Unterseekabel durch den Atlantik zu übertragen.

GBP-Volatilität

Im Laufe der Jahrhunderte wurde das Pfund immer weiter geschwächt. Grund waren mehrere Könige, die Geld liehen, um Kriege zu finanzieren, und damit die Inflation anheizten. Es stürzte dann ab als 1931 der Goldstandard aufgegeben wurde. Aber es ging nicht immer nur in eine Richtung. Das Pfund konnte Wert gewinnen als der US-Dollar 1933 abgewertet wurde und die beiden Währungen wurden bei Ausbruch des zweiten Weltkriegs bei 4,03 USD aneinander gekoppelt. Eine Krise in der britischen Wirtschaft 1967 führte zu einer größeren Pfund-Abwertung. Der folgende Chart zeigt die jüngere Geschichte.

A shorthistory of the British Pound

Quelle: Bloomberg, h/t BBC, Ian Bremmer

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Wie Sie sehen können, war die Bildung des Exchange Rate Mechanism 1979 ein wichtiger Wendepunkt für das Pfund. Der ERM verknüpfte mehrere europäische Währungen miteinander und führte letztendlich zur Einführung des Euro 1999. Anfangs hatte Großbritannien beschlossen, sich nicht zu beteiligen, tat dies dann im Oktober 1990 aber doch, bevor das Land im September 1992 an einem Tag, der als „Black Wednesday“ (schwarzer Mittwoch) bekannt werden sollte, nach einem Crash wieder ausstieg. Der Spekulant George Soros wird weithin für die Wetten gegen das Pfund verantwortlich gemacht.

Großbritannien entschied sich auch gegen eine Beteiligung am ERM II im Jahr 1999, einem System, das für Länder entwickelt worden war, die den Euro nicht übernommen hatten, dies aber planten. Dies führte dazu, dass der US-Dollar, der Euro, der Japanische Yen und das Britische Pfund zu den vier wichtigsten Handelswährungen wurden. Zusammen mit dem chinesischen Yuan bestimmen sie den Wert des „Special Drawing Right“ des Internationalen Währungsfonds, einem internationalen Reservewert, der die offiziellen Reserven der IWF-Mitgliedsstaaten ergänzen soll.

Was bestimmt also den Wert einer modernen Währung? Das langfristige Bild, das wir bis hierhin gezeichnet haben, konzentrierte sich auf Kriege, Kopplungen an Silber, Gold und andere Währungen und institutionelle Strukturen, wie den Exchange Rate Mechanism. Aber es spielten auch andere Faktoren, wie Inflation, staatliche Interventionen in den Finanzmärkten und periodische Wirtschaftskrisen eine wichtige Rolle – und tun dies auch immer noch.

Heute veranlassen Erwartungen einer hohen Inflation Notenbanken, wie die Bank of England und die Federal Reserve in den USA, generell die Geldmenge, die der Wirtschaft zur Verfügung steht, zu beschränken, indem man die Marktzinsen anhebt und die Lokalwährung stärkt, damit Anleger sie kaufen, um in Vermögenswerte mit höheren Renditen zu investieren. Die Erwartung einer niedrigen Inflation führt dazu, dass mehr Geld in das System gepumpt wird, um die Marktzinsen zu senken, was zum Verkauf der Währung durch Anleger führt, die ihr Geld woanders hin verschieben. In der Fachsprache nennt man dies „quantitative Lockerungen“ und die beiden Taktiken werden als eine „Straffung“ bzw. „Lockerung“ der Geldpolitik bezeichnet.

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Staatliche Interventionen in den Währungsmärkten

Auch staatliche Interventionen stellen immer noch einen wichtigen Faktor dar. Sie werden sich an den Absturz des Euro gegenüber dem Schweizer Franken im Januar 2015 erinnern, als die schweizerische Regierung sich entschlossen hatte, den Boden von 1,20 Franken pro Euro, der seit drei Jahren bestand, um die Stärke des Franken unter Kontrolle zu halten, abzuschaffen. Was wirtschaftliche Katastrophen betrifft, ist die weltweite Finanzkrise, die mit dem Kollaps der Investmentbank Lehman Brothers 2008 ihren Anfang nahm, ein hervorragendes Beispiel für ein Ereignis, das für Chaos bei den Währungskursen führen kann.

Als die britischen Wähler im Juni 2016 unerwartet dafür stimmten, die Europäische Union zu verlassen, stürzte das Pfund an einem einzigen Handelstag um 12 Cents bzw. 8 Prozent gegenüber dem US-Dollar ab.

Auf täglicher Basis sind die Faktoren, die Bewegungen des Wechselkurses bestimmen, aber eher prosaisch und sie ändern sich im Laufe der Zeit. In der Vergangenheit war es häufig die Veröffentlichung internationaler Handelsdaten, dann die Zahlen für das Geldangebot, heute ist es die Geldpolitik: Was wird die Notenbank entscheiden, wenn sie das nächste Mal zusammenkommt? Wird sie die Geldpolitik straffen oder lockern? Wird sie den Leitzins anheben oder senken?

Warum ist das Pfund so außergewöhnlich volatil?

Das erklärt aber noch nicht, warum das Pfund so außergewöhnlich volatil ist. Ein möglicher Grund dafür ist, dass die britische Wirtschaft für eine sogenannte Stagflation besonders anfällig ist. Dabei handelt es sich um eine toxische Mischung aus stagnierendem Wirtschaftswachstum und hoher Inflation. Dadurch steht die Bank of England regelmäßig vor einem Dilemma: Soll sie die Geldpolitik lockern, um gegen die Konjunkturschwäche vorzugehen, oder die Geldpolitik straffen, um dem überhohen Wachstum der Verbraucherpreise zu begegnen?

Der tägliche Fluss an Wirtschaftsdaten ist natürlich überall wichtig. Dies ist aber ganz besonders in Großbritannien der Fall, wo man in einer einzigen Woche offizielle Zahlen zum Beispiel zur Inflation, Arbeitslosigkeit und den Einzelhandelsabsätzen erhalten kann. Jeder Bericht wird bis ins Detail auf seine möglichen Auswirkungen auf die nächste Entscheidung der Notenbank zur Straffung oder Lockerung der Geldpolitik analysiert. Möglicherweise von noch größerer Bedeutung sind die zeitnaheren Zahlen, die nicht von der Regierung kommen, wie etwa die Einkaufsmanagerindizes für das fertigende Gewerbe, das Bauwesen und den Dienstleistungssektor.

Trading-Chancen

Für denjenigen oder diejenige, die über ein Traden des Pfunds nachdenkt, bieten sich dadurch Chancen, aber auch Gefahren. Die hohe Volatilität der Währung in Verbindung mit ihrer Liquidität bedeutet, es lassen sich hohe Gewinne machen, aber auch erhebliche Verluste. Des Weiteren ist die Liquidität nicht nur auf das Währungspaar GBP/USD beschränkt. Auch bei den Euro/Pfund- und Pfund/Yen-Paaren, EUR/GBP und GBP/JPY, sind die Volumen hoch.

Es lässt sich daher argumentieren, dass der Handel des Pfund Sterling eher etwas für erfahrene Trader ist als für Novizen. Beide Seiten der Gleichung müssen sorgfältig analysiert und Stops müssen eng gehalten werden. Sollte der Trade sich gegen Sie entwickeln, kann dies schnell geschehen und in erheblichem Rahmen. Es ist daher von großer Wichtigkeit, einen Trade automatisch zu schließen, um die Verluste überschaubar zu halten.