Wir verwenden eine Reihe von Cookies, um Ihnen das bestmögliche Surferlebnis zu bieten. Durch die weitere Nutzung dieser Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.
Sie können hier mehr über unsere Cookie-Richtlinien erfahren oder indem Sie dem Link am Ende jeder Seite unserer Website folgen.

0

Benachrichtigungen

Die Benachrichtigungen unten basieren auf den Filter-Einstellungen der Wirtschafts- und Webinar-Kalender.

Live-Webinare

Live-Webinare

0

Wirtschaftskalender

Wirtschaftskalender – Ereignisse

0
Kostenfreie Trading-Handbücher
Anmelden
Bitte versuche es erneut
Dax 30
Bullisch
Tief
Hoch
der IG Kunden sind long.
der IG Kunden sind short.
Long Short

Hinweis: Tief, Hoch und Volumen beziehen Sie auf einen Handelstag.

Bereitgestellte Daten von
WTI Öl
Bullisch
Tief
Hoch
der IG Kunden sind long.
der IG Kunden sind short.
Long Short

Hinweis: Tief, Hoch und Volumen beziehen Sie auf einen Handelstag.

Bereitgestellte Daten von
Dow Jones
Bullisch
Tief
Hoch
der IG Kunden sind long.
der IG Kunden sind short.
Long Short

Hinweis: Tief, Hoch und Volumen beziehen Sie auf einen Handelstag.

Bereitgestellte Daten von
Gold
Gemischt
Tief
Hoch
der IG Kunden sind long.
der IG Kunden sind short.
Long Short

Hinweis: Tief, Hoch und Volumen beziehen Sie auf einen Handelstag.

Bereitgestellte Daten von
EUR/USD
Bullisch
Tief
Hoch
der IG Kunden sind long.
der IG Kunden sind short.
Long Short

Hinweis: Tief, Hoch und Volumen beziehen Sie auf einen Handelstag.

Bereitgestellte Daten von
Bitcoin
Bullisch
Tief
Hoch
der IG Kunden sind long.
der IG Kunden sind short.
Long Short

Hinweis: Tief, Hoch und Volumen beziehen Sie auf einen Handelstag.

Bereitgestellte Daten von
Weitere Mehr ansehen
ECN versus No-Dealing-Desk - was ist was?

ECN versus No-Dealing-Desk - was ist was?

2016-01-22 10:00:00
Jens Klatt, Marktstratege
Teile:

Die Folgenden Zeilen sind Auszüge aus meinem Buch „Forex-Trading: Grundlagen, Strategien und Methoden für den erfolgreichen Devisen-Trader“, Bestellung möglich HIER oder kostenlos im Zusammenhang mit der Eröffnung eines Echtgeldkontos bei FXCM HIER.

[...] Bei der Wahl des Brokers stolpert man über verschiedenste Begriffe und eine Vielzahl an Kürzeln, besonders im Zusammenhang mit dem jeweiligen Orderausführungsmodell, das man beim entsprechenden Broker antrifft. Hierzu zählen Kürzel wie »NDD«, »ECN«, »STP« und »DD«.

Im Folgenden soll zweien dieser Kürzel, „ECN“ und „NDD“ Leben eingehaucht und dem Leser ein tieferes Verständnis hierfür vermittelt werden.

No-Dealing-Desk (NDD)

Echte No-Dealing-Desk-Forex-Broker fungieren als klassische Makler, das heißt, sie vermitteln zwischen dem Retail-Trader und der Bank bzw. dem Liquiditätsanbieter und wirken als Schnittstelle zwischen diesen.

No Dealing Desk NDD

Quelle: Finanzbuchverlag, „Forex-Trading: Grundlagen, Strategien und Methoden für den erfolgreichen Devisen-Trader

Tatsächlich bietet ein echter No-Dealing-Desk-Broker auf diesem Weg einen direkten und anonymen Zugang zum Interbankenmarkt. Der No-Dealing-Desk-Broker gibt die Order seines Kunden an den ihm zur Verfügung stehenden Liquiditätspool der am Interbankenmarkt angeschlossenen Liquiditätsanbieter, bei dem die Order zum besten Geld- bzw. Briefkurs ausgeführt wird.

Zur besseren Illustration ein einfaches Beispiel, wie ein No-Dealing-Broker beispielsweise einen Quote im EUR/USD, ausgehend von vier verschiedenen Banken, abbilden würde.

In fett jeweils der beste Geld- und Briefkurs:

ECN versus No-Dealing-Desk - was ist was?

Quelle: Finanzbuchverlag, „Forex-Trading: Grundlagen, Strategien und Methoden für den erfolgreichen Devisen-Trader

Der Raw-Spread (was das ist, folgt etwas weiter unten), der in der Handelsplattform des No-Dealing-Desk-Brokers des Traders aufleuchtet, wäre in diesem Fall für den EUR/USD 1,3502/1,3503.

Die Stop- und Limit-Orders des Kunden stehen dem Interbankenmarkt hingegen nicht zur Verfügung, sie liegen auf einem Server beim Broker und werden bei Ausführung auf gleichem Wege an die Liquiditätsprovider weitergereicht.

Wie ja bereits im vorigen Kapitel angesprochen, orientieren sich die gestellten Kurse der Händler diverser Banken und somit der Spread an der ihnen zur Verfügung stehenden Liquidität.

Da diese nicht konstant, sondern variabel ist, sind folglich auch die Spreads am Interbankenmarkt und somit bei einem echten No-Dealing-Desk-Forex-Broker variabel.

Ein No-Dealing-Desk-Broker, der über eine große und diversifizierte Anzahl an Liquiditätsanbietern verfügt, hat in zweierlei Hinsicht einen Vorteil:

Erstens reflektieren die gestellten Kurse, ausgehend von einem großen und qualitativ hochwertigen Pool von Liquiditätsanbietern, die tatsächliche Breite des Marktes, also des Interbankenmarktes.

Zweitens, und nahezu fließend aus obigem Punkt übergehend, gewährleistet der resultierende Wettbewerb faire Kurse und enge Spreads.

Klar sollte nämlich sein, dass die Liquiditätsprovider, die mit dem No-Dealing-Desk-Broker zusammenarbeiten, von den besseren Geld- und Briefkursen entsprechend profitieren und mehr Ordervolumen erhalten, womit sie wiederum mehr Geschäft und somit Gewinn erwirtschaften können.

Somit sorgen unvorteilhaftere Geld- und Briefkurse entsprechend für weniger Ordervolumen bei den Liquiditätsanbietern, weil die aktuellen Notierungen dem Kunden nicht als bester Geld- bzw. Briefkurs angezeigt werden und der Kunde folglich auf diesen nicht handeln wird.

Der Verdienst eines No-Dealing-Desk-Brokers kann in zwei Formen anfallen: entweder stellt der Broker eine Kommission in Rechnung oder er erhöht den Spread um das sogenannte Markup. Hier fallen dann keine Kommissionen an, alle Kosten sind im Spread enthalten.

Folgende Grafik zeigt den Unterschied zwischen einem Raw-Spread (rechts) und einem Markup-Spread (links):

ECN versus No-Dealing-Desk - was ist was?

Quelle: Finanzbuchverlag, „Forex-Trading: Grundlagen, Strategien und Methoden für den erfolgreichen Devisen-Trader

(Anmerkung: zum Zeitpunkt des Schreibens meines Buchs kam es im Retail-Brokerage bei No-Dealing-Desk-Brokern zu einer Umstellung, welche sich in den kommenden Jahren besonders bei den marktführenden No-Dealing-Desk-Brokern als Standard-Kommissionsmodell etablieren dürften. Hierbei bietet der No-Dealing-Desk-Broker jedem Kunden den Raw-Spread an (der Kunde kann also den aktuellen Interbanken-Quote und -Spread sehen) und der Kunde führt pro Trade eine Kommission an den Broker ab. Die Höhe der Kommission bestimmt sich über das vom Kunden pro Monat gehandelte Volumen und kann gestaffelt sein.

Zur besseren Illustration ein Beispiel: der No-Dealing-Desk-Broker veranschlagt bis zu einem monatlich gehandelten Volumen von einer Million EUR/USD pro Roundturn (Kauf und Verkauf) pro 10.000 Einheiten 0,60 Euro. Ein Kunde der wiederum pro Monat 10 Millionen Einheiten EUR/USD umsetzt, zahlt bspw. pro Roundturn pro 10.000 Einheiten nur 0,20 Euro Kommission an den Broker.

Der Vorteil dieses Kommissionsmodells ist die unschlagbare Transparenz. Der Kunde kann jederzeit sehen, wie hoch der Profit seines Brokers ist. Das ist bei einem Markup-Modell nicht sofort zu erkennen. Hinzu kommt die enorme Kostenersparnis; für nähere Details schaue man auch unter „Das neue Kommissionsmodell von FXCM“ )

Electronic Communications Network (ECN)

Ein ECN-Broker bietet die Möglichkeit, dass alle über ihn agierenden Markteilnehmer (Banken, Market Maker und individuelle Trader) gegeneinander handeln, indem sie Geld- und Briefseiten ins System stellen.

Auch bei einem ECN-Broker sind die Spreads variabel, aus nun bereits häufiger genanntem Grund, dass die Weite des Spread sich an der zum Zeitpunkt X zur Verfügung stehenden Liquidität orientiert.

Wie man mithilfe der obigen Ausführungen zum No-Dealing-Desk (NDD) sehen kann, agiert man hier als sogenannter Price Taker. Das heißt: Gibt man eine Einstiegsorder auf, so wartet der Trader auf das Stellen einer Quotierung bzw. handelt auf dem gestellten Kurs, zu welchem die Order dann ausgeführt wird.

In einem ECN ist man allerdings nicht nur Price Taker, man agiert zudem als Price Maker. Vereinfacht kann man das so verstehen, dass man als Trader bei einem ECN als Market Maker agiert, oder anders formuliert: Der Retail-Trader stellt ebenfalls Geld- und Briefkurse in das System. Das bedeutet, dass ein ECN-Forex-Broker es dem Trader erlaubt, zusätzlich mit anderen Kundenorders zu interagieren.

ECN Electronic Communication Network

Quelle: Finanzbuchverlag, „Forex-Trading: Grundlagen, Strategien und Methoden für den erfolgreichen Devisen-Trader

Auf diesem Weg erhalten Trader für ihre Trades die besten verfügbaren Geld- und Briefseiten. Alle Orders werden in Echtzeit gegeneinander ausgeführt.

Hierfür fällt dann eine Kommission seitens des ECN-Forex-Brokers an.

Tatsächlich wird der Begriff ECN im Retail-Brokerage sehr liberal verwendet, weswegen ich bei der Formulierung ECN immer sehr skeptisch und auch vorsichtig bin. Denn obige Zeilen heißen im Umkehrschluss nichts anderes als:

Wenn man bereit ist, als Trader am Markt einen besseren Kurs für eine bestimmte Trading-Größe zu stellen als die Liquiditätsprovider, dann ist der Spread beim ECN-Broker enger als beim No-Dealing-Desk-Broker.

Das hört sich zwar attraktiv an, jedoch: Es ist es sehr unwahrscheinlich, dass ein Retail-Trader einen attraktiveren Kurs mit ausreichend großer Liquidität zur Verfügung stellen kann als ein globaler, großer Spieler am Interbankenmarkt.

Was ich damit meine: Angenommen, der Trader sieht bei seinem Broker, einem No-Dealing-Desk-Broker, folgenden Kurs:

1,31253/1,31258, jeweils 10 Millionen Geld und Brief, der Spread beträgt also 0,5 Pips.

Zum gleichen Zeitpunkt sieht der Trader bei einem ECN-Broker den folgenden Quote:

1,31255/1,31258, wobei allerdings das angebotene Volumen auf der Geldseite nur 20.000 (2 Mini-Lots) und die Briefseite unverändert 10 Millionen beträgt, Spread: 0,3 Pips.

Möchte ich als Trader nun 200.000 Einheiten EUR/USD verkaufen, so werden 20.000 Einheiten zu 1,31255 ausgeführt, die übrigen 180.000 Einheiten werden zu 1,31253 ausgeführt.

Fazit:

Ich persönlich würde sagen, dass die Grenze zwischen ECN-Forex-Brokern und No-Dealing-Desk-Forex-Brokern verschwimmt.

Die Frage, ob ich als Broker einen No-Dealing-Desk- oder ECN-Broker wähle, hängt primär von zwei Fragen ab: der nach meinem persönlichen Können („Trader-Skill“) und zudem die Regulierung oder die finanzielle Aufstellung des jeweiligen Brokers.

Regulierung:

Wenn Sie die Wahl zwischen einem NDD- und ECN-Broker haben, spielt die finanzielle Aufstellung in meinen Augen immer eine wesentliche Rolle.

Allgemeine Transparenz, besonders im Zusammenhang mit der finanziellen Aufstellung des Brokers, ist ein sehr guter erster Indikator für die Qualität des Brokers. Verfügt der von Ihnen ausgewählte Broker nicht über eine offene, zum Beispiel auf seiner Webseite einsehbare Aufstellung seiner Finanzen, fragen Sie hier nach, warum der Broker seine Finanzen nicht offenlegt.

Fortgeschrittene und besonders professionell agierende Trader, die zudem größere Volumina am Markt bewegen, stellen sich zudem auch immer die Frage, ob ein ECN-Broker auch tatsächlich ein ebensolcher ist.

Ich würde mich dem Begriff ECN stets aus der Perspektive der »Bonität« nähern. Die Hauptfrage, die ich bei einem ECN-Broker stellen würde, wäre, ob es sich um einen sogenannten True ECN-Broker handelt.

Unter einem True ECN-Broker ist ein Broker zu verstehen, bei dem die Teilnehmer des Electronic Communication Network alle entsprechende Kreditlinien mit Prime Brokern haben.

Diese Form der Bonitätsprüfung, ausgehend von entsprechenden und ausreichenden Kreditlinien, könnte, kommt es bei der Abwicklung eines Trades zu Ungereimtheiten, zum Beispiel weil die Gegenseite eines Traders nicht über die entsprechenden liquiden Mittel verfügt, einer solchen Entwicklung in erster Instanz effektiv entgegenwirken.

Anonymität

Wer von dieser Komponente »Kreditlinie mit Prime Brokern« absehen kann, der sollte sich in Bezug auf einen ECN-Broker zudem die Frage der Anonymität stellen.

Zwar verfügen die anderen Marktteilnehmer im Falle eines ECN-Brokers, genau wie bei einem No-Dealing-Desk-Broker, nicht über die Information, wo der Trader seinen Stop platziert hat.

Aber es besteht die Möglichkeit, dass die anderen Marktteilnehmer die Entry- bzw. Limit-Orders offen sehen können. Im Falle eines No-Dealing-Desk-Brokers ist das ausgeschlossen, die Order des Kunden wird erst bei Erreichen des entsprechenden Kursniveaus an den Liquiditätsanbieter bzw. Interbankenmarkt weitergeleitet, sie liegt bis zu diesem Zeitpunkt quasi versteckt auf dem Server des NDD-Brokers.

Besonders Anfänger, aber auch fortgeschrittene Trader sollten sich die Frage stellen, ob sie diese Information ihres Tradings, wo sie planen, ihre Kurs-Limits zu platzieren, preisgeben wollen.

Wir werden im späteren Teil des Buches, ausgehend von einer detaillierten Betrachtung des Retail-Sentiments und den hieraus möglichen psychologischen Rückschlüssen, noch sehen, dass das Ego bzw. Selbstbewusstsein von Retail-Tradern sehr groß und deshalb problematisch werden kann.

Retail-Trader sollten sich in Bezug auf das Electronic Communication Network (ECN) stets an den Titel des satirischen Romans Ephraim Kishons „Der Fuchs im Hühnerstall“ erinnern und sich die Frage stellen, ob sie sich in der Lage sehen, im direkten Duell mit Profis zu bestehen.

Wie bereits eingangs geschrieben: Sind die Fragen zur Regulierung und finanziellen Transparenz geklärt, ist die Entscheidung, auf wen man setzen sollte, eine des persönlichen Geschmacks und auch des Könnens des Traders.

Artikel geschrieben von Jens Klatt, Chefanalyst von DailyFX.de

ECN versus No-Dealing-Desk - was ist was?

@JensKlattFX

ECN versus No-Dealing-Desk - was ist was?

instructor@dailyfx.com

ECN versus No-Dealing-Desk - was ist was?

DailyFX stellt Neuigkeiten zu Forex und technische Analysen, die sich auf Trends beziehen, die die globalen Währungsmärkte beeinflussen, zur Verfügung.