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Der Hedgingmythos widerlegt

Der Hedgingmythos widerlegt

2016-01-19 09:30:00
Marc Zimmermann, Junior Währungsanalyst
Teile:

(DailyFX.de) –Hedging ist beliebt – besonders bei Tradinganfängern. Dabei wird meist eine Gegenposition eröffnet, wenn die vom Trader ursprünglich eingegangene Position in den Verlust läuft. Die Motivation des Traders stammt hier meist aus einer Verlustaversion, welche nicht selten durch die Wahl einer zu hohen Positionsgröße verstärkt wird.

Der Trader versucht also Verluste zu „neutralisieren“ oder aufzuschieben und ignoriert dabei die Transaktions- oder Rollkosten, welche bei einer solchen „Strategie“ entstehen. Dieses Problem wird anhand eines Beispieltrades im DAX näher erläutert:

Trader Max geht bei 11.620 im DAX Long weil er glaubt, dass der Index weiter steigen wird:

- Er eröffnet also eine Position in Höhe von „100 CFD-Kontrakten (wobei 10 Euro einem DAX-Punkt entspricht).

- Damit gewinnt er 10 Euro für jeden Punkt den der DAX steigt, aber verliert auch 10 Euro für jeden Punkt, den der Markt gegen ihn läuft.

- Der Markt läuft 200 Punkte gegen ihn: Verlust: 2.000 Euro (exklusive Spread-Kosten)

Das ist Trader Max zu viel. Wenn er die Position jetzt schließt, macht er 2.000 Euro Verlust – ein ganzes Monatsgehalt für ihn. Da er kein weiteres Geld verlieren möchte, aber die Position auch nicht im Verlust schließen möchte, geht er nun eine Verkaufsposition ein. Er hedgt also seine Position. Er tut dies folgendermaßen:

- Trader Max geht also bei 11.420 im DAX eine Shortposition ein (auch mit einer Positionsgröße von 100 DAX-CFD-Kontrakten, 1 DAX-Punkt entspricht 10 Euro).

- Wenn der DAX nun um einen Punkt fällt, verliert Trader Max mit seiner Longposition 10 Euro und gewinnt gleichzeitig mit seiner Shortposition 10 Euro.

Nun lehnt sich Trader Max zurück. Schließlich kann es ihm jetzt egal sein, in welche Richtung sich der Markt bewegt - er verliert keinen Cent. Doch eines hat Trader Max übersehen: diese „Absicherung“ in Form einer Gegenposition hat ihn Geld gekostet:

- Per Position fallen Kosten in Höhe des Spreads an. In diesem Fall gehen wir von einem Spread von einem Punkt im DAX aus. Dies bedeutet, dass Trader Max für die ursprüngliche Longposition 10 Euro und dann auch später bei Eröffnung der Shortposition 10 Euro Transaktionskosten in Form des Spreads bezahlt hat (anders: das Eröffnen der Gegenposition/Schließen der Ursprungsposition erfolgt eigentlich bei 10.419 Punkten).

Da Trader Max nun wieder klar denken kann, überlegt er, wann er seine beiden offenen Positionen schließen soll. Hier stehen ihm zwei Alternativen zur Wahl: beide Positionen gleichzeitig schließen oder beide Positionen zeitversetzt schließen. Spielen wir beide Szenarien durch:

Beide Positionen gleichzeitig schließen:

Die einfachste Auflösung eines Hedges ist das gleichzeitige Schließen der ursprünglichen und der später eingegangenen, entgegengesetzten Position. Der Verlust berechnet sich hier einfach durch den Abstand zwischen den beiden Eröffnungskursen und den Transaktions- und Rollkosten. In unserem Beispiel mit Trader Max würde folgender Verlust entstehen:

Abstand in Punkten: 11.620 – 11.420 = 200 Punkte

Verlust pro Punkt: bei einer Positionsgröße von 100 CFD-Kontrakten, wobei ein Punkt 10 Euro wert ist

Transaktionskosten: hier haben wir einen Spread von einem Punkt angenommen. Unter „Verlust pro Punkt“ haben wir ausgerechnet, dass ein Punkt 10 Euro wert ist. Da der Spread einmal bei der Longposition und einmal bei der Shortposition berechnet wird, entstehen folgende Kosten: 2 x 10 Euro = 20 Euro

Gesamtverlust: (200 Punkte x 10 Euro je Punkt) + (2 x 10 Euro) = 2.020 Euro Verlust

Hätte Trader Max seine Longposition also bei einem Verlust von 200 Punkten geschlossen, anstatt eine neue Shortposition als Hedge zu öffnen, hätte er in diesem Beispiel 10 Euro sparen können. Bitte beachten Sie, dass in diesem Beispiel mit 200 Punkten ein verhältnismäßig weiter Stopp gewählt wurde. Der zusätzliche Verlust von 10 Euro spiegelt also 0,5% des Gesamtverlustes (2.020 Euro) wider.

Sollte Trader Max einen Stopp von 20 Punkten bei derselben Positionsgröße wählen, würde der durch das Hedging zusätzlich entstandene Verlust 5% des Gesamtverlustes (220 Euro) betragen.

Der Hedgingmythos widerlegt

Chart erstellt mit FXCMs Trading Station II / Marketscope

Beide Positionen zeitversetzt schließen:

Bereits im Eingangsabsatz erwähnte ich, dass die Eröffnung eines Hedges meist durch eine Verlustaversion des Traders motiviert ist. Der Trader will oder kann sich den „schwebenden“ Verlust nicht leisten und geht daher den Hedge ein, weil er hofft, die Position schließlich irgendwie im Gewinn schließen zu können.

Solange der Hedge besteht ist dies jedoch unmöglich. Erst wenn eine der beiden Positionen geschlossen, also der Hedge aufgelöst ist, kann ein Gewinn erwirtschaftet werden. Allerdings ist nun auch wieder dasselbe Verlustrisiko vorhanden. Der Trader ist nun in derselben Situation wie vor der Eröffnung seiner Gegenposition.

Die Idee des zeitversetzten Schließens der Positionen stammt aus der Erwartung, den „richtigen“ Zeitpunkt abzupassen. Doch welchen Vorteil bringt in diesem Zusammenhang ein Hedge? In diesem Beispiel wurde der Hedge eingegangen, weil die ursprüngliche Position gegen den Trader gelaufen ist, er also den „richtigen“ Zeitpunkt verpasst hat. Hat sich die Fähigkeit des Traders, den Markt einzuschätzen, schlagartig mit der Eröffnung des Hedges verbessert? Wieso sollte er dieses Mal den Markt korrekt einschätzen? Ist es nicht wahrscheinlicher, dass ein „schwebender“ Verlust sein Urteilsvermögen negativ beeinflusst?

Zusätzliches Risiko: Achtung! Wenn Sie mit Hedging hoch gehebelte Positionen „absichern“, besteht die Gefahr, dass Sie bei einer Ausweitung des Spreads einen Margin Call erhalten.

Fazit:

Ich habe diesen Artikel auf Nachfrage unseres Kundendienstes verfasst, um einen unter Retail-Tradern weit verbreiteten Irrtum zu widerlegen. Oft blickt der Anfänger zu den sogenannten „Hedgefonds“ und möchte deren Verhalten imitieren. Doch nur weil „Hedge“ im Namen „Hedgefond“ vorkommt, sagt dies nichts über die Handlungsweise dieser institutionell agierenden Spekulanten aus.

Wenn ein „Hedgefond“ einen Hedge eingeht, dann geschieht dies zum Beispiel nicht im selben Asset, sondern in stark positiv oder negativ hierzu korrelierten Assets, bspw. mit der Intention die Volatilität auf der Unterseite der Kapitalkurve zu begrenzen bzw. zu glätten.

Doch nicht nur die Annahme darüber, wie die „Großen“ handeln, sondern auch die Annahme, dass man als Retail-Trader wie die „Großen“ handeln sollte, ist grundlegend falsch. Der Retail-Trader sollte sich vielmehr auf seine Vorteile konzentrieren.

Wer sich nun fragt, wie er stattdessen vorgehen sollte, der sollte sich folgenden Thread zu Gemüte führen: Risikomanagement . Dort finden sich die Grundlagen für langfristig profitables Trading.

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Analyse geschrieben von Marc Zimmermann, Marktanalyst bei DailyFX.de

Der Hedgingmythos widerlegt

@MarcZimermanFX

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