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Scale Out - eine der stärksten Waffen im Arsenal des risikobewussten Traders

Scale Out - eine der stärksten Waffen im Arsenal des risikobewussten Traders

2015-02-27 10:00:00
Jens Klatt, Marktstratege
Teile:

(DailyFX.de) - Scale Out oder das Ausskalieren von Teilen einer sich nicht positiv entwickelnden Position sind in meinen Augen eine der stärksten Waffen im Arsenal eines Traders.

Jeder Trader wird im Laufe seiner Trading-Laufbahn mit der Weisheit „Mache deine Gewinner groß und mache deine Verlierer klein“ konfrontiert. Ausgehend von einem an dieser Stelle nicht näher thematisierten psychologischen Phänomen namens „Verlustaversion“ (kurz: Trader schätzen Gewinner nicht so positiv ein, als wie sie Verluste negativ/schmerzhaft empfinden), tendieren Trader aus reiner Menschlichkeit dazu, Gewinn-Trades schnell zu schließen und Verlust-Trades zu lange laufen zu lassen.

Tatsächlich sorgt die Angst vor dem Schmerz eines Verlustes für etwas, was man als „Pyramidisieren im Verlust“ bezeichnet. Der Trader „verbilligt“ seine Position, sodass der Einstandspreis näher an das aktuelle Kursniveau rückt. Sobald die Position dann einen kleinen Gewinn ausweist, weil früher oder später eine Korrketur kommt, schließt der Trader die Position mit kleinem Gewinn.

Tatsächlich geht dieses „Verbilligen“ in neun von zehn Fällen gut und der Trader kommt noch einmal mit einem blauen Auge davon. Beim zehnten Mal jedoch dreht der Markt dann nicht und die Position, die sich gegen den Trader entwickelt ist genau in dem Moment zu groß, in welchem der Trader eine kleine Position favorisieren würde, nämlich dann, wenn der Vorteil für den Trader am kleinsten ist (vorausgesetzt er hat überhaupt einen...).

Während sich aus dieser Überlegung die Devise ableiten lässt „Pyramidisiere Positionen niemals im Verlust“, wollen wir in diesem Artikel einen Schritt weitergehen.

Wenn das Pyramidisieren (Englisch: „Scale In“) im Verlust unerwünscht ist, so ist doch die logische Konsequenz, dass das Reduzieren der Position im Verlust (Englisch: „Scale Out“) wünschenswert ist, oder?

Durch die stückweise Reduktion der Position im Verlust und dem früher oder später erfolgenden Stop Out aus der Position, die zeigt, dass sich der Trader mit seiner ursprünglichen Einschätzung geirrt hat, ist die Positiongröße in dem Moment, wo sich der Markt für den Trader am ungünstigsten präsentiert, am kleinsten.

Hierzu ein einfaches Beispiel:

Gehen wir davon aus, dass ein Handelssystem eines Traders mit einem generellen Initial-Risiko von 30 Punkten arbeitet und mit einem Gewinnmitnahmelevel von 60 Punkten entfernt vom Einstieg.

Die Trefferquote des Systems betrage 40% und die Devise des Systems lautet: entweder es erreicht den initial gesetzten Stop von 30 Punkten (durchschnittlicher Verlust: 30 Punkte) oder aber es erreicht das initial gesetzte Gewinnmitnahmelevel von 60 Punkten (durchschnittlicher Gewinn: 60 Punkte).

Eine bernoulliverteilte Monte-Carlo-Simulation liefert folgendes, mögliches Auszahlungsprofil für 100 Trades:

Scale Out - eine der stärksten Waffen im Arsenal des risikobewussten Traders

Grafik 1: Die Grafik zeigt eine hypothetische Kapitalentwicklung einer bernoulliverteilten Monte-Carlo-Simulation für 100 Trades bei einem Payoff-Ratio (Verhältnis durchschnittlicher Gewinner zu Verlierern) von 2 zu 1.

Was passiert mit dem Auszahlungsprofil bei einem Scale Out?

Hierzu soll eine stückweise Reduktion der Position erfolgen, sollte sich diese entgegen der Einschätzung des Traders entwickeln. Während das Gewinnmitnahmelevel unverändert 60 Punkte vom Einstieg platziert werden soll, wird die ursprüngliche Positionsgröße um die Hälfte reduziert, sollte die Position sich nach Eingehen 15 Punkte gegen den Trader bewegen. Hierdurch sinkt der durchschnittliche Verlust von initial 30 Punkten auf 22,5 Punkte (0,5 * (-15 Punkte) + 0,5 * (-30 Punkte) = -7,5 + (-15) = -22,5 Punkte).

Um das Beispiel noch realitätsnäher zu halten, wollen wir den durchschnittlichen Gewinn von 60 Punkten auf 54 Punkte reduzieren, die Trefferquote bei 40% belassen. Der Grund ist einfach: wir wollen davon ausgehen, dass es in zwei von zehn Fällen dazu kommen wird, dass wir die Hälfte der initial gegen den Trader laufenden Position rausnehmen, der Trade dann aber doch noch ins Ziel läuft.

Es ergibt sich mögliches Auszahlungsprofil einer bernoulliverteilten Monte-Carlo-Simulation für 100 Trades:

Scale Out - eine der stärksten Waffen im Arsenal des risikobewussten Traders

Grafik 2: Die Grafik zeigt in rot die hypothetische Kapitalentwicklung ohne Scale Out und wird überlagert (rot) durch die Kapitalentwicklung mit Scale Out. Eine genaue Betrachtung zeigt nicht nur eine bessere Performance insgesamt über die 100 Trades, sondern zudem einen niedrigeren Drawdown in der Mitte der betrachteten Periode.

Aus der überlagerten Grafik wird ersichtlich, dass durch das Anwenden eines Scale Outs nicht nur Drawdowns abgemildert werden, sondern sich zudem bereits nach 100 Trades eine positivere Performance erreichen lässt.

Scale Out-Techniken

Aus den obigen Zeilen ist bereits eine Scale Out-Technik hervorgegangen. Hierbei halbiert der Trader schlicht die Positionsgröße in dem Moment, wo der Trade die Hälfte des eingegangenen Initial-Risikos verloren hat.

Eine zweite Methode beinhaltet die Halbierung der Positionsgröße nach einer bestimmten Zeit. Dafür ist das Führen eines Trading Journals und die penible Dokumentation von Trades inklusive Dauer der Trades essentiell (kostenlose und sehr detaillierte Trading Journals finden sich HIER). Zeigt die Aufzeichnung der Trades beispielsweise, dass die durchschnittliche Dauer eines Trades 120 Minuten beträgt, könnte der Trader bei Trades, die nach 60 Minuten im Minus notieren, aber nicht die Hälfte des Initial-Risikos erreicht haben, bei diesen ebenfalls die Hälfte ausskalieren (man spricht auch von einem „Time-Stop“).

Eine wichtige Anmerkung: um den höchtmöglichen Nutzen aus dieser relativ einfachen Scale Out-Technik zu haben, sehe ich in meinem Trading von Teilgewinnmitnahmen ab. Das heißt, ich skaliere Positionen stets im Verlust aus, niemals im Gewinn.

Hierzu ein einfaches, rechnerisches Beispiel: gehen wir von einem durchschnittlichen Gewinn von 100 Punkten und einem durchschnittlichen Verlust von 50 Punkten aus.

Zunächst hypothetisch der Scale Out im Verlust: reduzieren wir die Position um die Hälfte, wenn der Trade 25 Punkte gegen den trader gelaufen ist, erhalten wir einen durchschnittlichen Verlust von 37,5 Punkten. Bleibt der durchschnittliche Gewinn 100 Punkte, wächst das ursprüngliche Payoff-Ratio von 2 : 1 (100 : 50) auf 2,7 : 1 (100 : 37,5) oder anders: wir machen unseren Gewinner in Relation zum Verlierer größer.

Gehen wir nun vom Scale Out im Gewinn aus (= Teilgewinnmitnahmen): angenommen wir stellen die Hälfte unserer Position im Gewinn mit 50 Punkten glatt und den Rest bei 100 Punkten. Wir gewinnen durchschnittlich also nicht mehr 100 Punkte, sondern nur noch 0,5 * 100 + 0,5 * 50 = 75 Punkte. Wenn wir gleichzeitig obigen Scale Out im Verlust beibehalten, der durchschnittliche Verlust beträgt also weiter 37,5 Punkte, bleibt das Payoff-Ratio (das wir ja verbessern wollen) mit 75 : 37,5 = 2 : 1 unverändert. Oder anders: wir machen unseren Gewinner in Relation zum Verlierer NICHT größer (obwohl wir das in unserem Trading ja anstreben sollten).

Fazit

Das Ausskalieren von verlustbringenden Positionen (Scale Out im Verlust) ist eine hocheffektive Methode um der alten Börsenweisheit „Mache deine Gewinner groß und reduziere deine Verlierer“ auf der Verlust-Seite Tribut zu zollen. In Verbindung mit dem richtigen Pyramidisieren von gewinnbringenden Positionen und der resultierenden, deutlichen Verbesserung des Payoff-Ratios (Verhältnis durchschnittlicher Gewinner zu durchschnittlichen Verlierern) kann der Trader den Schrit von „unprofitabel“ hinzu „profitabel“ unabhängig von der Trefferquote machen.

Analyse geschrieben von Jens Klatt, Chefanalyst von DailyFX.de

Um Jens Klatt zu kontaktieren, sende man eine E-Mail an instructor@dailyfx.com

Folgen Sie Jens Klatt auf Twitter: @JensKlattFX

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