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Ist die Technische Analyse besonders am Devisenmarkt? Teil 2

Ist die Technische Analyse besonders am Devisenmarkt? Teil 2

2014-12-28 08:00:00
Jens Klatt, Marktstratege
Teile:

Dies ist der zweite Teil von „Ist die Technische Analyse besonders am Devisenmarkt

erfolgversprechend?

Ist die Technische Analyse besonders am Devisenmarkt? Teil 2

Die folgenden Zeilen sind ein Ausschnitt aus dem Buch „Forex-Trading: Grundlagen, Strategien und Methoden für den erfolgreichen Forex-Trader“. Erhältlich ist das Buch bei Amazon oder direkt über den Finanzbuchverlag.

Am 26. Juli 2012 sagte Mario Draghi in London zu Journalisten: »Innerhalb ihres Mandats ist die EZB bereit, alles zu tun, um den Euro zu retten. Und glaubenSie mir, es wird reichen!« Dies begünstigte in den folgenden 18 Monateneinen starken Euro-Zulauf und eventuell sogar eine Art Jahrhundert-Trade aufden Weg brachte (Spekulanten konnten aufgrund dieser Worte beginnen, Anleihensüdeuropäischer Peripherie-Staaten zu kaufen, deren Rückzahlung durchdie EZB garantiert wurde).

Zudem hatte sich kurz zuvor in deutschen Bundespapieren ein absurder Umstandergeben. Zweijährige Schuldtitel zahlten negative Zinsen – oder andersgesagt: Dafür, dass man dem deutschen Staat Geld gab, zahlte der Kreditgeberdem Schuldner auch noch Geld. Ein klares Positionierungs- bzw. Sentimentextrem,welches, wie wir später im Buch noch sehen können, meist mit signifikanten Trendumkehren einhergeht (im EUR/JPY wurde, begünstigt von einemstarken Abwärtstrend und ausgehend vom Ausbruch der globalen Finanzkrise,am 24. Juli 2012 ein Allzeit-Tief markiert, wie im obigen Chart zu erkennenist). Hierzu muss man wissen, dass der EUR/JPY sehr stark positiv mit der Zinsentwicklungzweijähriger deutscher Bundespapiere korreliert ist (anders ausgedrückt:steigt der eine, steigt der andere, oder vice versa).

Grund für diese Absurdität wiederum war ein aggressiver Aufkauf von nahezuallen in Euro lautenden Anlageformen durch die Schweizer Nationalbank (SNB),um die Interventionsgrenze von 1,2000 im EUR/CHF zu verteidigen (auch hierzuspäter im Buch mehr).

Nach dieser längeren (und über den Tellerrand hinausschauenden) Anmerkungzurück zur Frage »Ist die technische Analyse besonders am Devisenmarkt erfolgversprechend?«

Eine hinreichende Beantwortung der Frage ist in meinen Augen nicht möglich.Ich persönlich meine, dass die technische Analyse allein am Devisenmarkt nichterfolgversprechend ist.

Einerseits illustrieren obige Beispiele natürlich, dass technische Ansätze wie dieVerwendung von gleitenden Durchschnitten oder nahezu vollständigen Handelssystemenwie dem Parabolic SAR (SAR = Stop-And-Reverse) besonders instarken Trends gut funktionieren.

Ebenso wird man am Devisenmarkt eventuell in Range-gebundenen Märktengut mit Oszillatoren im Bereich der Range-Begrenzung unter der Ausbildungentsprechender bullisher oder bearisher Divergenzen arbeiten können.

Das Problem hierbei sehe ich darin, dass bestimmte Formationen und gut in einemMarktumfeld funktionierende Oszillatoren und Indikatoren erst im NachgangEntsprechendes zutage fördern. So kann man häufig bei Chartanalysten lesen, dass die Ausbildung einer inversenSchulter-Kopf-Schulter-Formation in Verbindung mit einer bullishen Divergenzim 14er-Daily-RSI zum Kursanstieg im Währungspaar xyz führen MUSSTEund daher keine große Überraschung sei.

Oder aber, dass das bullishe Gartley-Pattern im entsprechenden Währungspaardas Erreichen dieser und jener Region »vorausgesagt« hat, da die Kursprojektiondie entsprechende Region zutage gefördert hat.

Was mir bei dieser Form der Analyse ganz elementar fehlt, ist die Bezugnahmeauf die menschliche Komponente. Es gibt mehrere sehr erfolgreiche Trader, welchedurch Aussprüche wie »Trading ist zu 100 Prozent Psychologie« oder ähnlicheauffallen.

Genau diese Psychologie ist es unter anderem, welche bei genauerer Betrachtungentsprechende Kursformationen jedes Mal, wenn sie im Chart auftauchen,anders aussehen lassen.

So kann alleine die aktuelle Stimmung am Markt komplett anders sein. Beimersten Mal stellt sich der Modus zum Beispiel sorglos und renditeorientiert dar(man spricht in diesem Zusammenhang auch vom sogenannten »Risk on«), beimnächsten Auftreten der Formation hingegen ist der Modus bzw. die Stimmungder Marktteilnehmer sorgenvoll und kapitalerhaltend (in diesem Moment sprichtman auch vom »Risk off«-Modus).

Wo diese Sorglosigkeit oder auf der Kehrseite Risiko-Aversion herkommt, kannverschiedene Gründe haben, beispielsweise kann die Positionsgröße eines großenSpielers im Markt und seines Händlers im entsprechenden Marktumfeldein das Risiko-Limit übersteigendes Maß angenommen haben oder unterdurchschnittlichklein sein und es gilt, die Position aufzustocken, weil der Zeitpunktgeeignet erscheint.

Dieser Spieler am Markt schaut also nicht nur aus einer ganz anderen Perspektiveauf den Markt und hat noch nie in seinem Leben etwas von Schulter-Kopf-Schulter-Formationen gehört, sondern ist eventuell auch in einem ganz anderenUmfang am Markt positioniert, als er dies beim Auftreten der ersten Formationwar. Und dass die Positionsgröße einen ganz wesentlichen Anteil an der psychologischenVerfassung, eventuell gar den wesentlichsten, ausmacht, wird jederLeser, der schon einmal am Markt aktiv war, unweigerlich bestätigen.

(Anmerkung: Besonders den Aspekt, dass der professionelle Trader noch nie inseinem Leben etwas von Schulter-Kopf-Schulter-Formationen, Gartley-Patternoder Ähnlichem gehört hat, will ich kurz mit einer persönlichen Geschichte garnieren.Der ein oder andere Leser wird ungläubig den Kopf schütteln:

Als ich als Handelsassistent bei einem großen Börsenmakler arbeitete und nahezukeinerlei Ahnung vom Treiben an der Börse hatte, alles von Grund auf erlernenmusste, war mein erster Schritt, mir ein Buch über technische Analyse zuzulegen. Ich flog durch die einzelnen Kapitel und eignete mir alles an Wissen an, das ich finden konnte.

Eines Tages im Büro am Handels-Desk kam unter den Kollegen die Frage auf,was in den kommenden Wochen für den DAX zu erwarten sei. Mit meinemneu erworbenen Wissen versuchte ich, mich in die Diskussion einzubringen,und nahm die Gegenseite zu der Einschätzung einer lange an der Börse tätigenHändlerin ein (ehrlich gesagt war sie meine Chefi n zur damaligen Zeit). Sie warskeptisch für den DAX und ging von fallenden Notierungen aus. Ich hingegenzauberte meine neu erworbenen Kenntnisse über technische Analyse hervor undverwies auf eine klar zu erkennende inverse Schulter-Kopf-Schulter-Formation.

Sie schaute mich darauf zunächst sehr ernst an und brach plötzlich in schallendesGelächter aus. Als sie sich wieder beruhigt hatte, fragte sie mich: »Was istda zu erkennen? Eine Schulter-Kopf-was?« Ich ließ mich nicht beirren und versuchteihr zu erklären, was ich meinte.

Sie hörte mir zwar geduldig zu, doch als ich fertig war, meinte sie mit einem süffisanten Grinsen: »Kleiner, du musst noch viel lernen ... Willst du ’nen Kaffee?In 10 Minuten ist US-Markteröffnung …«)

[...]

Bevor wir uns nun dieser Positionierung der Marktteilnehmer und somit demSentiment ausgiebig widmen wollen, noch ein paar abschließende Worte zurFundamental- und zur technischen Analyse:

Die Intention meiner Zeilen ist nicht, die Fundamentalanalyse oder die technischeAnalyse als Ketzerei zu verunglimpfen. Ganz im Gegenteil.

Beide Analysemethoden sind fantastische Hilfswerkzuge, die es Analysten undTradern ermöglichen, sich im Markt zurechtzufi nden. Doch genau hier findetsich auch das Stichwort: Es sind eben nur »Hilfswerkzeuge«.

Auch die folgenden Betrachtungen zur Sentimentanalyse sollen nichts anderessein als ein Hilfswerkzeug, welches es dem Trader ermöglicht, sich im Markt, besondersim Devisenmarkt, zurechtzufinden.

Die Kombination von fundamentalen, technischen und sentimenttechnischenFaktoren kann hoch spannende und lukrative Trading-Gelegenheiten am Marktoffenlegen.

Jens Klatt, Chefanalyst von DailyFX.de

Um Jens Klatt zu kontaktieren, sende man eine E-Mail an instructor@dailyfx.com

Folgen Sie Jens Klatt auf Twitter: @JensKlattFX

Ist die Technische Analyse besonders am Devisenmarkt? Teil 2

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