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Wie man Trends mit der Kursbewegung angreift

Wie man Trends mit der Kursbewegung angreift

2014-07-14 19:00:00
James Stanley, Währungsstratege
Teile:

Anknüpfungspunkte:

  • In unseren letzten drei Artikeln stellten wir die Kursbewegung vor, schauten uns die Bedeutung der Candlestick-Dochte an und erfuhren, wie man die Marktbedingungen mit der Kursbewegungsanalyse beurteilt.
  • In diesem Artikel besprechen wir, wie Trader die Kursbewegungsanalyse nutzen können, um in einem Trend-Umfeld zu traden.

In unserem letzten Artikel behandelten wir, wie Trader die Marktbedingungen mit einer Kombination der Kursbewegungs- und der Multi-Zeitrahmen-Analyse beurteilen und bestimmen können.

Wie erklärten im Artikel, dass es drei Haupt-Marktbedingungen gibt; und alle zeigen einzigartige Charakteristiken und Eigenschaften auf, worauf sich Trader konzentrieren können, um ihre Strategie am präzisesten auf das entsprechende Umfeld anzupassen.

In diesem Artikel werden wir unseren Schwerpunkt auf das legen, was viele Trader als die attraktivste der drei Bedingungen erachten: Trends. In unseren nächsten beiden Artikeln, werden wir das Trading von Ranges und Breakouts besprechen; und danach werden wir das Trade- und Positionsmanagement untersuchen.

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Warum Trends?

Von den drei möglichen Marktbedingungen sind die Trends oft die beliebtesten, und zwar aus verschiedenen Gründen.

Wie wir in unserem Artikel "Einführung in die Kursbewegung" aufzeigten, sind die künftigen Kursbewegungen unberechenbar. Die Kursbewegung gibt Tradern nur einen klaren und zusammengefassten Blick auf den Markt, damit sie günstige Risiko-Rendite-Verhältnisse in ihre Strategien miteinbeziehen können.

Deswegen ist das Trading in einem Trend-Umfeld so attraktiv. Falls sich der Trend fortsetzt, kann der Trader das Drei-, Vier- oder sogar Fünffache seines anfänglichen, beim Trade-Entry übernommenen Risikos gewinnen … und falls sich der Trend nicht fortsetzt, kann der Trader seine Verluste rasch begrenzen.

Mit der Kursbewegung einen Trend-Markt zu traden ist einfach und nicht gefährlich, und Trader vermeiden somit auch den Fehler Nummer Eins, den Forex-Trader begehen.

Zudem ist das Trading von Trends via Kursbewegung eine Methode, um in der Fundamentalanalyse weniger zu "raten".

Wenn sich die Fundamentalaspekte für eine Volkswirtschaft verbessern, dann werden Trader im Allgemeinen eher kaufen und erwarten, dass diese Fundamentals irgendwann auf höhere Zinsen in dieser Volkswirtschaft übertragen werden.

Während die Trader den Kurs mit der stärkeren Nachfrage höher treiben wird die Kursbewegung den Aufwärtstrends mit höheren Hochs und höheren Tiefs aufzeigen; und falls diese Zinserwartungen weiter steigen und die fundamentalen Nachrichten immer besser werden, ist es sinnvoll zu erwarten, dass der Trend ebenfalls weiter steigen wird.

Die Multi-Zeitrahmen-Analyse in die Nadel einfädeln

Wie wir bei der Einführung in die Kursbewegung aufzeigten, können Trader die Multi-Zeitrahmen-Analyse verwenden, um zwei Blickwinkel vom Markt zu erhalten; das erste Ziel ist, in Trades einzusteigen und Positionen anhand des "übersichtlichen" Trends auszulösen. Im Artikel "Die Zeitrahmen des Tradings" zeigen wir Tradern, wie man zwei Zeitrahmen verwendet, um die Erfolgschancen auf die Seite des Traders zu ziehen.

Anstatt dass ein Trader seine Entscheidungen vollständig aufgrund eines einzigen Zeitrahmens fällt, können Trader einen längerfristigen Chart zu Rate ziehen, um die "allgemeine Bedingung" und den Trend des Marktes zu ermitteln. Auf dem nachstehenden 4-Stunden-Chart sehen wir das GBP/USD, wie es im Laufe des letzten Jahres beständig höhere Hochs und höhere Tiefs verzeichnete:

Aufwärtstrend beim GBP/USD im Laufe des letzten Jahres

Wie man Trends mit der Kursbewegung angreift

Erstellt mit Marketscope/Trading Station II; von James Stanley

Wie Sie im Chart oben erkennen, befindet sich das GBP/USD seit Juli 2013 in einem Aufwärtstrend und stieg um mehr als 2200 Pips an; und dies zeigt sich mit der Kursbewegung und ihren fortlaufenden höheren Hochs und höheren Tiefs.

Wenn sich eine solche Situation präsentiert, sollte der Trader Gelegenheiten für Long-Positionen suchen, damit er, falls dieser Trend von mehr als 2200 Pips anhält, von der Bewegung profitieren kann.

Die einzige Frage ist, ob ein neues "höheres Tief" überhaupt auf diesem längerfristigen Chart gebildet wurde, und die Antwort darauf wird nie bekannt werden, bis es zu spät ist. Aber das ist der Vorteil der Kursbewegung: Die Vermutung, ob dies nun ein 'höheres Tief' ist oder nicht, bietet dem Trader die Gelegenheit, einen risiko-effizienten Entry zu suchen.

Entry-Ausführung

Wie wir oben bereits erwähnten werden Sie nie wissen, ob ein höheres Tief gebildet wurde, bis die Kursbewegung bewiesen hat, dass der Trend fortgesetzt wird. Aber die Hypothese, dass ein höheres Tief "vielleicht" gebildet wurde, genügt den Tradern, ein Risikomanagement für eine mögliche Position zu bestimmen.

Im nachstehenden Chart wechselten wir auf den Stundenchart über, damit wir unseren Entry im selben Markt, den wir bereits oben anschauten, präziser planen können.

Der Stundenchart bietet eine größere Verfeinerung für das Bestimmen und Planen des Entrys

Wie man Trends mit der Kursbewegung angreift

Erstellt mit Marketscope/Trading Station II; von James Stanley

Trader können den kurzfristigeren Chart überwachen, um ihre Entries zu planen; und im Falle eines Aufwärtstrends wie oben werden Trader abwarten, bis die Unterstützung (das höhere Tief) gebildet wird, um mit einem Stop knapp unter diesem "höheren Tief" zu kaufen.

Warum dies funkioniert – und warum Trends so beliebt sind

Wie wir schon verschiedentlich in diesem Artikel erwähnten, ist die künftige Kursbewegung unberechenbar; und das Ziel der Kursbewegungsanalyse ist nicht, eine 100% präzise Prognose über das zu erhalten, was passieren wird, denn nichts auf dieser Welt kann dies.

Stattdessen ist es einfach eine Art, mit der Trader die Erfolgschancen auf ihre Seite ziehen, auch wenn nur ganz wenig, indem sie den klarsten und umfassendsten Blick auf den Markt erhalten.

Missverstehen Sie das nicht: Retracements können eine längere Zeit andauern. Als Beispiel schauen Sie sich die abwärts tendierenden Kanäle desselben GBP/USD Charts an, den wir eben noch betrachtet haben:

Trader können auf höhere Hochs und Tiefs auf einem Entry-Chart warten, bevor sie Positionen auslösen

Wie man Trends mit der Kursbewegung angreift

Erstellt mit Marketscope/Trading Station II; von James Stanley

Was dem Trend-Trading erlaubt, via Kursbewegung für einige Trader so effizient zu funktionieren, ist die Tatsache, dass falls und wenn sie sich auf der richtigen Seite des Trades befinden, sie viel mehr einnehmen können als sie beim Einstieg in die Position riskieren mussten.

Dies könnte ein Risiko-Rendite-Verhältnis von 1 zu 2, 1 zu 3 oder 1 zu 4 sein. Trader können auch ein "Scale-Out" aus Positionen wählen, während sich der Trade weiter zu ihren Gunsten entwickelt; auch das Hinzufügen eines Breakeven-Stops schützt einen Verlust bei der Position zu erleiden, sollte der Kurs umkehren.

Wenn ein Trader im Durchschnitt aus seinen Positionen mit einem Risiko-Rendite-Verhältnis von 1 zu 2 aussteigen kann, muss er ungefähr in 33% der Fälle recht haben, um ausgeglichen zu sein; Spreads oder Kommissionen nicht eingeschlossen. Wenn ein Trader $2 gewinnt, wenn er Recht hat aber nur $1 verliert, wenn er Unrecht hat - nun ja, falls sie in 40% der Fälle gewinnen, besteht die reelle Chance, dass sie Gewinne verbuchen: Diese Trader müssen nicht 60 oder 70% gewinnen, um mit ihrer Strategie eine Chance zu erhalten, Breakeven zu erreichen.

DailyFX stellt Neuigkeiten zu Forex und technische Analysen, die sich auf Trends beziehen, die die globalen Währungsmärkte beeinflussen, zur Verfügung.