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Leitzinsen - geldpolitische Instrumente im Detail

Leitzinsen - geldpolitische Instrumente im Detail

2014-02-26 18:01:00
Erik Welne, Junior Marktanalyst
Teile:

(DailyFX.de) – Einfach gesagt ist der Leitzins der Preis des Geldes für Banken. Dieser Preis wird von der Bank der Banken, der Zentral- oder Notenbank, festgelegt und ist eines der wichtigsten Instrumente zur Steuerung des Wirtschaftszykluses.

Wenn eine Geschäftsbank sich Liquidität verschaffen will um diese in Form von Krediten oder eigenen Marktoperationen anzulegen, stehen ihr grob gesagt drei Möglichkeiten zur Kapitalisierung dieses Vorhabens zur Verfügung:

  • der Interbankenmarkt, auf dem Liquidität in Form von Repos (Repurchase agreements) zu unterschiedlichen Laufzeiten gehandelt wird
  • eigene Kundeneinlagen (Minus der Liquiditätsreserve)
  • Zentralbank Fazilitäten in Form von OMPs (Open Market Operations)

Die Leitzinsen der Zentralbank gelten als Benchmark für den Interbankmarktzins. Wenn Nachfrage nach Liquidität zu einem angemessenen Preis (=Zins) vom Interbankenmarkt nicht bedient werden könnte, wandert diese Nachfrage in die Kanäle der Zentralbank. Durch diesen „Wettbewerb“ orientiert sich der Interbankenzins am Zentralbankzins. Damit legt die Zentralbank also den Zins am unteren Ende der Zinsstrukturkurve fest.

Normalerweise bestehen die Leitzinsen aus 3 Komponenten, welche das Zinsband ausmachen. Hier das Zinsband der EZB:

Leitzinsen_-_geldpolitische_Instrumente_im_Detail_body_Picture_5.png, Leitzinsen - geldpolitische Instrumente im Detail

Die Bestandteile sind:

  • der Einlagesatz (also „Haben“-Zins für Einlagen bei der EZB)
  • der Hauptrefinanzierungssatz (der Leitzins)
  • Spitzenrefinanzierungssatz (Zins für kurzfristige Verschuldung gegenüber EZB)

Durch welche Faktoren werden die Leitzinsen bestimmt?

Die Festlegung von Zinssätzen ist eines der bedeutensten Instrumente der Geldpolitik und wird von Investitionen, Inflation und Arbeitslosigkeit bestimmt. Der Gedankengang hinter einer Zinssatzentscheidung:

Leitzinssenkung

Im Allgemeinen wird eine Zentralbank ihre Leitzinsen senken um die Nachfrage nach Krediten zu erhöhen. Diese Kredite können in Form von Investitions- oder Konsumentendarlehen die Nachfrage nach Dienstleistungen und Gütern steigern und Investitionen ankurbeln. Ein solcher Schritt wäre also im Sinne einer Zentralbank, wenn sich die wirtschaftliche Entwicklung zum Negativen verändert und die Gefahr einer erhöhten Arbeitslosigkeit und der Rückgang des allgemeinen Wohlstandes zu befürchten steht.

Andererseits kann eine Niedrigzinspolitik langfrisitg zu Blasenbildungen in bestimmten Asset Märkten führen, zum Beispiel dem Immobilien- oder dem Aktienmarkt, da günstiges Kapital in renditeträchtigere Anlageklassen fließt.

Leitzinserhöhung

Eines der entscheidenden Mandate einer jeden Zentralbank ist die Stabilisierung der Inflation auf einem vorher festgelegten Niveau. Die meisten westlichen Zentralbanken erachten eine Inflation von knapp unter 2 Prozent als erstrebenswert. Zu hohe Inflation würde Preise in der Realwirtschaft verzerren und würde mit einem Kaufkraftverlust jenes Teils der Bevölkerung, deren monatliches Einkommen eher starr ist (abhängige Beschäftigte, Beamte, Rentner), einhergehen. Für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Stabilität ist es deshalb unabdingbar, dass eine Inflation für den durchschnittlichen Verbraucher kaum spürbar wird.

Eine hohe Inflation entsteht in erster Linie über zu hohe Kreditvergabe der Geschäftsbanken an Konsumenten und Investoren. Diesen Prozess nennt man Geldschöpfung, da hier (oftmals unabhängig von der Kreditvergabe der Zentralbank an die Geschäftsbanken) über die Vergabe von Darlehen die insgesamte Geldmenge im System steigt. Dieser Geldmenge stehen aber nicht unbedingt realwirtschaftliche Gütern gegenüber, so dass die Preise für diese realwirtschaftlichen Gütern auf breiter Front steigen.

Mit einer Leitzinserhöhung steigt der Zins für Kredite und Einlagen bei der Zentralbank. Somit wird die Vergabe von Krediten teurer und die Nachfrage nach diesen gedämpft. Investitionen müssen eine höhere Rendite versprechen, damit sich diese lohnen. Außerdem wird ein Anreiz für eine höhere Sparrate gesetzt, was die Geldschöpfung unterminiert. All diese Phänomene wirken gegen eine höhere Inflation.

Auswirkungen auf Devisenkurse

Im Devisenmarkt werden, wie in allen Märken, zwei Faktoren gehandelt: Rendite und Risiko.

Die Rendite wird, wie oben beschrieben, maßgeblich vom Zinsniveau im jeweiligen Währungsraum bestimmt. Je höher die Rendite desto größer wird das damit einhergehende Risiko (=Volatilität) bewertet. Deswegen werden zum Beispiel Hochzinswährungsräume (Ländern mit hohem Leitzins) als risikoreicher gesehen.

In der Betrachtung von Leitzinsen sollten wir zunächst das Risiko (um die Zusammenhänge zu vereinfachen) ausblenden. Hochzinswährungen werden gerne gekauft, während Niedrigzinswährungen von global agierenden Investoren verkauft werden. Deshalb fällt der Wert einer Währung - in der Regel - wenn die Leitzinsen dieser Währung gesenkt werden.

Zum Beispiel verkauften Anleger den EUR/USD in Folge der letzten Leitzinssenkung des Hauptrefinanzierungssatzes von 0,5% auf 0,25% am 07.11.2013:

Leitzinsen_-_geldpolitische_Instrumente_im_Detail_body_Picture_4.png, Leitzinsen - geldpolitische Instrumente im Detail

Der Gedanke dahinter ist einfach nachzuvollziehen. Betrachtet man ein Währungspaar verkauft man schließlich eine Währungen, während man die Gegenwährung kauft (oder umgekehrt). Für einen Investoren heißt das letztlich, dass er sich in der Währung, die er verkauft, verschuldet (er geht eine Short Positionierung ein), während er eine Long Position (=Guthaben) in der gekauften Währung hält. Er muss deshalb die Soll-Zinsen der Short Währung bezahlen und erhält dafür die Haben-Zinsen der Long Währung. Wenn beide Zinsen unterschiedlich hoch ausfallen spricht man von einer Zinsdifferenz oder einem Zinsspread.

Der Rollover ist die Zinsdifferenz zwischen den einzelnen Währungsräumen am Interbankenmarkt wenn man eine Position in einem Währungspaar eingegangen ist. Hier eine Übersicht der heute geltenden Rollover Rates:

Leitzinsen_-_geldpolitische_Instrumente_im_Detail_body_Picture_3.png, Leitzinsen - geldpolitische Instrumente im Detail

Und die aktuellen Interbanken- und Leitzinsen in den größten Währungsräumen:

Leitzinsen_-_geldpolitische_Instrumente_im_Detail_body_Picture_2.png, Leitzinsen - geldpolitische Instrumente im Detail

(zu finden auf der Hauptseite von DailyFX.de)

Daraus wird ersichtlich, dass Zinsspreads und Leitzinsen maßgeblich die Entwicklung einer Währung bestimmen. An Tagen, an denen Zentralbanken ihre Entscheidung verkünden, ist mit größerer Volatilität zu rechnen, da der Devisenmarkt die sich veränderten Zinsspreads und Rollover Zinsen im Kurs des Währungspaares neu einpreist.

Analyse geschrieben von Erik Welne, Junior Marktanalyst von DailyFX.de

Um Erik Welne zu kontaktieren, senden Sie eine E-Mail an instructor@dailyfx.com

Folgen Sie Erik Welne auf Twitter: @ErikWelne

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