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(DailyFX.de) – Die Planung einer Beendigung der quantitativen Maßnahmen dürfte die leitenden Notenbanker der amerikanischen Federal Reserve (FED) schon vor Jahren beschäftigt haben. Mit Beginn der Aufkäufe von festverzinslichen Anlageinstrumenten von Banken begab sich die FED auf unbekanntes geldpolitisches Terrain. Ihr Ziel war es, die schwelende Finanzkrise in Schach zu halten und die Wirtschaft vor einer drohenden Depression zu bewahren.

Trotz aller Kritik und Marktineffizienten, welche diese Politik hervorgerufen haben mag, die größte Volkswirtschaft der Welt konnte noch im Jahr 2009, ein Jahr nach Beginn der Rezession, wieder ein positives Wirtschaftswachstum ausweisen. Der wichtigste Faktor für diese Erholung kann im Einschreiten der FED gesehen werden.

Mittlerweile befinden wir uns mehr als vier Jahre im aktuellen Aufschwungszyklus, welcher alles andere als konstant verlief. Immer wieder versuchte die FED mit einer Beendigung ihrer quantitativen Maßnahmen den richtigen Zeitpunkt für einen Ausstieg zu finden, nur um wenig später die nächste Tranche der Aufkäufe zu verkündigen. Die Erfahrung zeigte den Ökonomen der FED vor allem eines, eine zu drastische Entwöhnung der Märkte vom billigen Geld kann zu ungewollter Volatilität führen und den Aufschwung gefährden.

Als Lösung des Problems, wie sich Verhalten an den Märkten beeinflussen lässt, präsentiert sich die Anwendung der sogenannten „Forward Guidance“. Grob gesagt ist das Ziel dieser, mit der Kommunizierung von geldpolitischen Entscheidungen bei Erreichen einer konkreten und einfach nachvollziehbaren Kennziffern, schon heute das Verhalten der Marktteilnehmer zu steuern.

Die klassische Geldpolitik, die vor allem über die Beeinflussung der Zinsstrukturkurve am unteren Ende geschieht, war nicht genug. Mit der kommunizierten „Forward Guidance“ versichert man Märkte, dass die Zinsen auf lange Sicht unverändert auf einem Niveau nahe Null bleiben würden. Im Fall der FED legte man außerdem eine Mindestvoraussetzung für Zinserhöhungen fest: Eine Arbeitslosenquote von unter 6,5% solange die Inflation unter 2,5% bleibt.

Der Gedanke dahinter ist, dass mit der Versicherung von langfristig niedrigen Zinsen die Kreditvergabe und fremdfinanzierten Investitionen angetrieben werden können, da Schuldner eine ungewöhnliche Planungssicherheit bezüglich der Fremdkapitalzinsen vorfinden. Ohne eine solche Forward Guidance müsste eine Zentralbank schon früh auf eine sich beschleunigende Inflation reagieren.

Es war im Dezember 2012 das erste Mal, dass die FED eine konkrete, an einer makroökonomische Kennziffer (hier: Arbeitslosigkeit) orientierten, Forward Guidance ausgab. Ben Bernanke konfrontierte zu diesem Zeitpunkt jegliche Zinserhöhungsfantasien im Markt. Mittlerweile befinden wir uns nahe an der Zinserhöhungsschwelle, was die Effizienz der geltenden Forward Guidance in Frage stellen wird. Auch wenn immer wieder von der FED zu hören war, dass ein Unterschreiten diese Schwelle keinen Automatismus lostretten wird, sondern lediglich die Mindestvoraussetzung für Zinserhöhungen ist, stellt sich die Frage, wie lange die Inflationserwartung, aus der sich letztlich die aktuellen Zinsen (laut Fisher-Gleichung siehe unten) berechnen, auf diesem niedrigen Niveau halten lässt:

Was_versteht_man_unter_Forward_Guidance_body_x0000_i1025.png, Was versteht man unter Forward Guidance?

Sobald die Inflationserwartung π einen Anstieg erfährt, werden auch nominale Zinsen (i) (zum Beispiel auf festverzinsliche Wertpapiere) ansteigen. Die globalen deflationären Tendenzen, welche sich am stärksten im jüngsten Rückgang der Preise in der Eurozone zeigte, spielte der FED noch in die Hände.

Ein Abrücken von der Forward Guidance bei Erreichen der Arbeitslosenschwelle, würde die Inflationserwartung und daraufhin die nominalen Zinsen in die Höhe schnellen lassen. Eine ähnliche Bewegung sahen wir im zweiten und dritten Quartal 2013, als die Taperspekulation auch deshalb Zinsen anstiegen ließ, weil man glaubte, dass die FED einer stärkeren inflationären Tendenz entgegenwirken wollten. Das erzeugte eine Beschleunigung der sognenannten „Great Rotation“ aus jahrelang stark nachgefragten US Staatsanleihen hinein in risikobehaftetere Anlagen, vor allem in Aktien.

Analyse geschrieben von Erik Welne, Junior Marktanalyst von DailyFX.de

Um Erik Welne zu kontaktieren, senden Sie eine E-Mail an instructor@dailyfx.com

Folgen Sie Erik Welne auf Twitter: @ErikWelne

Was_versteht_man_unter_Forward_Guidance_body_x0000_i1026.png, Was versteht man unter Forward Guidance?