Verpassen Sie keinen Artikel von Gregory McLeod

Abonnieren Sie den Newsletter, um täglich über neue Veröffentlichungen informiert zu werden.
Geben Sie bitte einen gültigen Vornamen ein
Bitte dieses Feld ausfüllen.
Geben Sie bitte einen gültigen Nachnamen ein
Bitte dieses Feld ausfüllen.
Geben Sie bitte eine gültige E-Mail-Adresse ein
Bitte dieses Feld ausfüllen.
Bitte wählen Sie ein Land

Ich möchte gerne Informationen über Handelsmöglichkeiten und die Produkte und Dienstleistungen von DailyFX und IG per E-Mail erhalten.

Bitte dieses Feld ausfüllen.

Ihre Prognose ist unterwegs

Lesen Sie unsere Analysen nicht einfach nur, sondern setzen Sie sie auch in die Praxis um! Zusätzlich zu Ihrer Prognose erhalten Sie außerdem ein kostenfreies Demokonto unseres Dienstanbieters IG, um Ihre Strategien in einem risikofreien Umfeld zu testen.

Ihr Demokonto, worüber Sie mehr als 10.000 Märkte global handeln können, ist mit einem virtuellen 10.000 € Guthaben ausgestattet.

Ihre Zugangsdaten erhalten Sie in Kürze per E-Mail.

Erfahren Sie mehr über Ihr Demokonto

Sie haben Benachrichtigungen von Gregory McLeod abonniert

Sie können Ihre Abonnements verwalten, indem Sie dem Link in der Fußzeile jeder E-Mail folgen, die Sie erhalten

Beim Versenden des Formulars ist ein Fehler aufgetreten.
Bitte versuchen Sie es später erneut.

Anknüpfungspunkte

  • Die künftigen Zinssatz-Erwartungen sind wichtiger als die Leitzinsen
  • Wenn ein Land hohe Zinssätze hat, aber keine weitere Erhöhung erwartet wird, kann die Währung trotzdem fallen.
  • Wenn ein Land einen niedrigen Zinssatz hat, diesen aber voraussichtlich irgendwann erhöhen wird, kann eine Währung trotzdem steigen.

Für Forex-Trader ist es einfach, die Logik zu verstehen, weshalb Investoren von Niedrigzinswährungen und -Vermögenswerten auf ertragreichere Aktiva und Währungen wechseln. Sie können auch glauben, dass der simple Mechanismus von Angebot und Nachfrage für Kursbewegungen verantwortlich ist. Dies ist jedoch nur ein Teil der Geschichte. Die Erwartungen künftiger Zinserhöhungen oder -Senkungen ist sogar wichtiger als die eigentlichen, aktuellen Zinssätze.

Learn Forex: Zinserwartungen senken das GBP/USD

Interest_Rate_Expectaions_body_Picture_2.png, Zinssatz-Erwartungen: Der Treiber der Forex-Kurse

Erstellt mit Marketscope 2.0

Zum Beispiel: Großbritannien hatte Zinssätze, die zwischen 4,5 und 4,75% schwebten, was viel höher als die Zinssätze der USA mit 3,25% war. Die konventionelle Weisheit würde diktieren, dass das GBP/USD in dieser Zeit gestiegen sein sollte. Wie wir jedoch im Chart oben sehen, war dies klar nicht der Fall, denn das GBP/USD sank. Der Grund dafür war die Erwartung, dass die US Federal Reserve mit ihrem Zyklus der Zinsstraffung beginnen würde. Die Prämie von 250 Basispunkten, die die UK zu Beginn des Jahres 2005 genoss, verengte sich auf eine Differenz von nur 25 Basispunkten. Die Fed erhöhte den Zinssatz von 3,25% im Dezember 2004 bis auf 6,00% bis Mai 2006.

Wenn sich eine Zentralbank eines Tages entschließt, die Zinsen zu erhöhen und dann sagt, dass sie ihre Zinsen in absehbarer Zukunft weiter erhöhen wird, dann kann eine Währung immer noch einen Selloff erleiden, auch wenn der Zinssatz erhöht wurde.

Wenn andererseits eine Zentralbank beginnt, aggressiv die Zinssätze zu erhöhen, um die Inflation zu bekämpfen, diese aber widerspenstig hoch bleibt, erkennen Investoren weltweit, dass die Zinssätze nur noch weiter steigen können. Die Währung dieser Nation kann weiter steigen, da die Erwartungen für weitere Erhöhungen vorweggenommen werden.

Learn Forex: NZD/USD - Aufwärtstrend mit Zinserhöhungen

Interest_Rate_Expectaions_body_Picture_1.png, Zinssatz-Erwartungen: Der Treiber der Forex-Kurse

(Erstellt mit Market Scope 2.0)

Im Beispiel oben stieg der NZD/USD um 57%, nachdem die Reserve Bank of New Zealand ihre Zinssätze weiterhin erhöhte. Von 2002 bis 2005 steigerte die RBNZ die Zinssätze von 4,75% auf 7,25%, während die Fed über denselben Zeitraum ihre Zinsen von 1,73% auf 4,16% erhöhte. Investoren, die höhere Erträge suchen, traden den ertragsschwachen Dollar für die Hochzinswährung NZD. Das Resultat war, dass der NZD/USD eine Rallye von 57% verzeichnete.

Falls die Chancen einer Zinserhöhung nahe bei Null sind, werden Investoren anderswo ein Land suchen, dessen Zinssätze steigen. Der Markt ist ein Abschlag-Mechanismus, was bedeutet dass positive Nachrichten, wie Zinserhöhungen, bereits im Kurs miteinkalkuliert werden. Um weiterhin einen Wert zu bieten, muss es Anzeichen geben, dass die Zinssätze weiter steigen werden, um den aufgeblähten Währungskurs zu rechtfertigen. Ohne jegliche Erwartungen einer Zinserhöhung gibt es wenig Ansporn für neue Investoren einzusteigen, oder für bestehende Investoren zu bleiben.

Extreme Zinssatz-Levels können andererseits auch die Erwartungen der Zinsen umkehren oder deren Richtung ändern, denn die Investoren glauben, dass der Zinssatz wieder auf den Mittelwert zurückfallen könnte. Zinssätze können sich ganz ähnlich wie ein Gummiband, das sich extrem ausdehnt und dann wieder zurückschnappt, verhalten. Die extremen Zinssätze der 1980er Jahre in den USA überstiegen 20% und schnappten dann in den 1990er Jahren wieder auf 3% zurück. Die extrem niedrigen Zinssätze weltweit nach der globalen Finanzkrise von 2008 könnten sich auf den Mittelwert zurückziehen, der zurzeit viel höher als die aktuellen 3% liegt. Fazit: Forex-Trader müssen nicht nur die Wechselkurse in den Schlagzeilen beachten, sondern auch die Erwartung bei den Zinssätzen überwachen und so sicherstellen, auf der richtigen Seite des Trades zu bleiben.