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EUR/USD-Ausblick vor NFP bei gemischter EZB-Rhetorik im Trüben

EUR/USD-Ausblick vor NFP bei gemischter EZB-Rhetorik im Trüben

2017-10-05 14:43:00
David Song, Strategist
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Beim Währungspaar EUR/USD besteht im Vorfeld der Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) am 26. Oktober nach wie vor das Risiko einer größeren Korrektur, denn das Paar schafft es nicht den bullischen Trend früher im Jahr beizubehalten.

Projektionen zufolge sollen die Zahlen vom US-Arbeitsmarkt (Non-Farm-Payrolls; NFP) im September um weitere 80.000 Arbeitsplätze gestiegen sein. Die fortwährende Verbesserung der Bedingungen im Arbeitsmarkt könnten den Offenmarktausschuss (Federal Open Market Committee; FOMC) veranlassen mit drei Zinsanhebungen im Jahr 2017 im Plan zu bleiben, da Fed-Chefin Janet Yellen und ihre Kollegen das Erreichen des Inflationsziels von 2 Prozent über den geldpolitischen Horizont erwarten. Daher könnte eine positive Entwicklung dazu führen, dass das Währungspaar EUR/USD aufgrund des besseren Ausblicks für Wachstum und Inflation neue Monatstiefs erreicht.

Gleichzeitig deutet die jüngste Rhetorik von EZB-Vertretern darauf hin, dass die Notenbank in keiner Eile ist ihre quantitativen Lockerungen (QE) zu reduzieren. So warnte das Vorstandsmitglied Peter Praet, dass das Anlagenankaufprogramm noch bis über die Dezember-Frist hinaus laufen könnte. In der Folge könnte die EZB ihre Bilanz im Jahr 2018 noch weiter erhöhen. Aber Präsident Mario Draghi und seine Kollegen werden über die kommenden Monate eine detailliertere Exit-Strategie bekanntgeben, da „das Wirtschaftswachstum, das sich während der ersten Hälfte des Jahres 2017 stärker als erwartet beschleunigt hat, weiter solide ist und in Hinsicht auf Länder und Sektoren eine breite Basis hat“. Dennoch besteht beim Währungspaar EUR/USD das Risiko kurzfristiger Widerstände. Die breitere Verschiebung im Marktverhalten könnte aber während der kommenden Monate weiter Form annehmen, da die EZB eine größere Bereitschaft zeigt, sich schrittweise aus ihrem Lockerungszyklus zurückzuziehen.

EUR/USD – Tageschart

EUR/USD – Tageschart

Die DailyFX Prognosen für das vierte Quartal sind jetzt verfügbar

Beim Währungspaar EUR/USD besteht nach dem gescheiterten Versuch eines Tests der 1,2130 USD (50 Prozent Retracement) Hürde weiterhin das Risiko einer stärkeren Korrektur, da sowohl der Kurs, als auch der Relative Strength Index (RSI) den bullischen Formationen früher im Jahr ein Ende setzen. Ein Durchbruch/Schluss unter der 1,1670 USD (50 Prozent Retracement) Region bringt das Risiko von Verlusten in Richtung 1,1580 USD (100 Prozent Expansion). Falls aber das August-Tief (1,1662 USD) nicht getestet werden sollte, könnte dies zu spannengebundenen Bedingungen führen. Daher wird der kurzfristige Ausblick durch die vormalige Unterstützungszone um 1,1860 USD (161,8 Prozent Expansion) gedeckelt.

EUR/USD – Privat-Anleger-Sentiment

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Erfahren Sie, wie Verschiebungen in der Positionierung von Privat-Anlegern im Währungspaar EUR/USD sich auf den Trend auswirken können. Klicken Sie hier, um mehr über das Sentiment zu lernen!

Privat-Trader-Daten zeigen, dass 38,2 Prozent der Trader im Währungspaar EUR/USD Netto-Long sind. Das Verhältnis der Trader Short zu Long steht bei 1,62 zu 1. Die Trader sind bereits seit dem 18. April Netto-Short, als das Währungspaar EUR/USD in der Nähe von 1,07897 USD gehandelt wurde. Seitdem ist der Kurs um 9,0 Prozent gestiegen.

Die Anzahl der Netto-Long-Trader ist 6,8 Prozent niedriger als gestern und 13,2 Prozent niedriger als letzte Woche, während die Anzahl der Netto-Short-Trader 5,7 Prozent niedriger ist als gestern und 4,7 Prozent höher als letzte Woche.

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