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Derzeit gibt es in den Devisenmärkten zwei wichtige Themen und ein Verkauf des Währungspaars GBP/CHF ist eine Möglichkeit, beide mitzunehmen. Erstens besteht Risikoscheu, die von der zunehmend feindlichen und bedrohlichen Rhetorik des US-Präsidenten Donald Trump und des obersten Führers Nordkoreas Kim Jong-un ausgelöst wurde. Zweitens ist da mit dem, wenn auch im Schneckentempo, näherrückendem Brexit die aktuelle Schwäche der britischen Wirtschaft.

Für Trader, die der Meinung sind, die Lage zwischen den USA und Nordkorea wird sich verschlechtern, bevor sie sich verbessern kann, gibt es im Devisenmarkt mehrere Alternativen, darunter den Japanischen Yen und den Schweizer Franken. Aber warum den Yen kaufen, wenn Japan auf direktem Weg von Nordkorea zu dem bedrohten US-Inselterritorium Guam liegt? Die Schweiz, in der relativen Sicherheit Europas, könnte einem als die bessere Option erscheinen.

Was Großbritannien betrifft, sind die jüngsten Wirtschaftsdaten schlecht ausgefallen, darunter die Meldung am Donnerstag, dass der Ausstoß im Bauwesen im Juni gegenüber dem Vormonat gefallen ist, der Fertigungssausstoß sich neutral entwickelt hat und das Handelsdefizit gewachsen ist.

Die Zahlen senken unvermeidlich die Wahrscheinlichkeit einer Straffung der Geldpolitik durch die Bank of England und schwächten somit das Pfund am Donnerstag gegenüber den meisten anderen Währungen, einschließlich dem Schweizer Franken.

Chart: GBP/CHF - täglicher Zeitrahmen (2017 bis heute)

GBP/CHF könnte weiter nachgeben müssen

Chart von IG

Fügt man die beiden Themen zusammen, macht – sofern Sie nach einem sicheren Hafen suchen und davon ausgehen, dass das Britische Pfund weiter nachgibt – ein Verkauf des Währungspaars GBP/CHF viel Sinn. Daten des renommierten National Institute of Economic and Social Research, die ebenfalls am Donnerstag veröffentlicht wurden, enthalten eine Schätzung, dass das britische BIP in den drei Monaten bis Juli um nur 0,2 Prozent im Quartalsvergleich gestiegen ist, ein Rückgang von einem Wachstum von 0,3 Prozent im zweiten Quartal.

Das deutet darauf hin, dass die britischen Daten für Juli nächste Woche, darunter Inflation, Arbeitslosenzahlen und Einzelhandelsumsätze, negativ überraschen und die Argumente gegen den Sterling stärken könnten. Mein Kollege Nick Cawley wird sich morgen in seinem wöchentlichen Webinar „Wichtige Ereignisse in Großbritannien und Märkte der kommenden Woche“ mit den Zahlen befassen. Sie können sich hier für das Webinar anmelden.

Was das technische Bild betrifft zeigt der Chart oben, dass das Währungspaar GBP/CHF sich seit Anfang August in einem Abwärtstrend befindet, mit leichter Unterstützung bevor die langfristige Trendlinie um 1,23 CHFR erreicht wird – ein mögliches erstes Ziel, falls die derzeitige Bewegung sich fortsetzen sollte.