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Das Paar EUR/USD könnte in den nächsten Monaten weiter an Boden gewinnen, nachdem die Europäische Zentralbank (EZB) beim Herunterfahren des quantitativen Lockerungsprogramms bis Dezember im Zeitplan zu liegen scheint, aber kurzfristig könnte es bei diesem Paar zu kurzfristigen Pullbacks kommen, da das Auffüllen der Kurslücke von Januar 2015 (1,2000 USD hinunter bis zu 1,1955 USD) scheitert.

Angesichts der Marktreaktion auf die unerwartet positiven US-Arbeitsmarktzahlen ex-Agrar könnte das Paar EUR/USD sich weiter Richtung Süden vom Monatshoch (1,1910 USD) entfernen, nachdem der Zuwachs bei den Einkommen im Verbund mit dem fortlaufend steigenden Beschäftigungswachstum den Offenmarktausschuss der Federal Reserve (FOMC) unter Druck setzen, die Geldpolitik 2017 weiter zu normalisieren. Daher könnten die Fed-Offiziellen eher gewillt sein, im späteren Jahresverlauf eine weitere Zinserhöhung durchzuführen, und der FOMC könnte im Hinblick auf die Normalisierung der Geldpolitik eine aggressivere Haltung einnehmen, da „der Ausschuss damit rechnet, das Programm zur Normalisierung der Bilanz relativ bald umzusetzen“.

Die neuen Prognosen zum nächsten Zinsentscheid der Fed am 20. September könnten jedoch die Attraktivität des Greenback dämpfen, da die Vorsitzende Janet Yellen wie folgt argumentiert: „Der Leitzins muss nicht allzu deutlich weiter steigen, um zu einer neutralen geldpolitischen Haltung zu gelangen“. Dem Dollar drohen weitere Belastungen in der zweiten Jahreshälfte, insbesondere da der Ausblick für die Finanzpolitik sich durch Unsicherheit immer stärker eintrübt.

EUR/USD: Tageschart

EUR/USD Tageschart

Die DailyFX-Prognosen für das dritte Quartal sind nun verfügbar

Wenn das Auffüllen der Kurslücke vom Januar 2015 (1,2000 USD bis hinunter zu 1,1955 USD) scheitert, könnte eine kurzfristige Korrektur im Paar EUR/USD die Folge sein, vor allem wenn das Paar die Eröffnungsrange des August nicht behaupten kann und ein neues Monatstief ausbildet. Gleichzeitig verzeichnet der Relative Stärke Index (RSI) eine ähnliche Dynamik, da der Oszillator den überkauften Bereich wieder verlässt, wobei ein Schlusskurs unterhalb der Hürde von 1,1770 USD (100 Prozent Expansion) das Risiko für einen Rückzug in Richtung 1,1670 USD (50 Prozent Retracement) erhöht. Auf dem Weg Richtung Süden ist der nächste interessante Bereich bei der Marke von circa 1,1480 USD (78,6 Prozent Expansion) bis 1,1500 USD (78,6 Prozent Expansion) angesiedelt, gefolgt von der Überlappung bei circa 1,1390 USD (61,8 Prozent Retracement) bis 1,1400 USD (61,8 Prozent Expansion).

EUR/USD-Sentiment der Privat-Trader

EUR/USD Sentiment der Privat-Trader

Verfolgen Sie das Sentiment der Privat-Trader mit dem neuen Instrument, das von DailyFX entwickelt wurde und auf der Positionierung der Trader beruht

Die Daten der Privat-Trader zeigen, dass 27,4 Prozent der Trader im Paar EUR/USD Netto-Long sind, wobei das Verhältnis von long zu short bei 2,65 zu 1 liegt. Tatsächlich sind Trader seit dem 18. April Netto-Short – damals notierte das Paar EUR/USD bei fast 1,06524 USD; seitdem ist der Kurs um 10,4 Prozent angestiegen. Die Anzahl der Trader, die sich Netto-Long positioniert hat, ist 10,3 Prozent niedriger als gestern und 1,4 Prozent höher als letzte Woche, während die Anzahl der Netto-Short-Trader 7,9 Prozent niedriger ist als gestern und 4,5 Prozent niedriger als letzte Woche.

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