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Euro-Stärke hält an, da Marktverhalten sich weiter verschiebt

Euro-Stärke hält an, da Marktverhalten sich weiter verschiebt

2017-05-26 07:22:00
David Song, Strategist
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Der Euro hat seit den Wahlen in Frankreich eine beeindruckende Rally verzeichnet und die Stärke könnte sich während der kommenden Monate weiter fortsetzen, da Bundeskanzlerin Angela Merkel warnte, die Einheitswährung sei „zu schwach“.

Nachdem die Europäische Zentralbank (EZB) mit dem Ende ihres quantitativen Lockerungsprogramms (QE) im Dezember auf Kurs bleibt, scheint die Gefahr eines „Drosselungskollers“ der bärischen Stimmung in Hinblick auf den Euro den Boden entzogen zu haben. Das Währungspaar EUR/USD könnte den Rückgang vom Vorjahr, als Vertreter der Europäischen Zentralbank (EZB) vor einer bevorstehenden Änderung der Geldpolitik gewarnt hatten, weiter gutmachen.

In der Tat sind die Vorhersagen einer „EUR/USD-Parität“ weitgehend geschwunden nachdem der Wechselkurs im Mai auf neue 2017-Hochs durchgebrochen ist und das Paar noch weitere Topside-Hürden überwinden könnte, insbesondere da der Greenback die nach den Präsidentschaftswahlen in den USA erzielten Zugewinne wieder abgibt. Gleichzeitig könnte eine Zinsanhebung im Juni durch den Offenmarktausschuss (Federal Open Market Committee; FOMC) damit scheitern, dem Dollar Auftrieb zu verleihen, denn die Vertreter sehen einen endgültigen Leitzins bei 3,00 Prozent und für die Reservewährung besteht das Risiko einer größeren Korrektur, falls die Notenbank keine detailliertere Exit-Strategie bekanntgibt.

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EUR/USD Tageschart

EUR/USD Tageschart

Der breitere Ausblick für das Währungspaar EUR/USD ist 2017 konstruktiver geworden, denn das Paar bricht aus dem abwärtsgerichteten Trend, der bis in das Vorjahr zurückreicht, aus. Der Euro-Dollar-Wechselkurs könnte den Rückgang von dem 2016-Hoch (1,1616 USD) aus wieder gutmachen, denn Kurs und der Relative Strength Index (RSI) verlängern die bullische Formation aus dem Dezember.

Die fehlende Dynamik für ein Testen des November-Hochs (1,1299 USD) könnte jedoch zu einem kurzfristigen Rücksetzer des Währungspaars EUR/USD führen. Dies insbesondere, da der Momentum-Indikator ein „Verkaufssignal“ wie aus dem Schulbuch ausweist und in den überkauften Bereich zurückfällt. Demnach könnte die jüngste Sequenz tieferer Hochs und Tiefs noch vor Ende des Monats Tempo gewinnen. Der breitere Ausblick begünstigt jedoch den Kauf von Dips des Währungspaars EUR/USD, wenn die Verschiebung im Marktverhalten sich weiter entwickelt.

IG Sentiment

Privat-Trader-Daten zeigen, dass 27,8 Prozent der Trader im Währungspaar EUR/USD Netto-Long sind. Das Verhältnis der Trader Short zu Long steht bei 2,6 zu 1. In der Tat sind Trader bereits seit dem 18. April Netto-Short, als das Währungspaar EUR/USD in der Nähe von 1,06163 USD gehandelt wurde. Der Kurs ist seitdem 5,3 Prozent gestiegen. Die Anzahl der Netto-Long Trader ist 1,4 Prozent höher als gestern und 2,4 Prozent höher als letzte Woche, während die Zahl der Netto-Short Trader 4,4 Prozent höher liegt als gestern und 1,9 Prozent höher als letzte Woche.Weitere Information zum Privat-Trader-Sentiment finden Sie in dem neuen, von DailyFX entwickelten Maßstab auf Grundlage der Trader-Positionierung.

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