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Ein anderer Tradingstil für wechselnde Bedingungen

Ein anderer Tradingstil für wechselnde Bedingungen

2013-08-03 04:08:00
John Kicklighter, Chef-Währungsstratege
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In der vergangenen Woche war ich auf höchster Alarmbereitschaft für Trade-Setups, die sich von einem Breakout mit hoher Volatilität in einen dauerhaften Trend entwickeln köonnten. Die extrem straffe Congestion bei den Benchmarks wie S&P 500 und EUR/USD bot die Spannung für Breakouts, und die Wellen von Eventrisiken aufgrund der wichtigen Ereignisse wie dem US BIP, FOMC und NFPs gaben Anlass für eine Wiederbelebung hintergründiger Themen. Trotz des ausgiebigen Dienstplans war die Größe des Markts eingeschränkt, und die Hauptthemen - wie Risikotrends und Taper-Spekulationen - blieben unangetastet.

In der Folge haben wir keine Punkte wie eine Zinssatzentscheidung des FOMC als Grundlage für die Erwartungen auf eine hochrangige Trendentwicklung. Es könnte etwas geschehen, aber das ist nicht sehr wahrscheinlich. In der Zwischenzeit gibt es verlockende technische Setups und genügend Eventrisiko, um isolierte Breakouts oder kurzfristige Swings zu verursachen. Deswegen wechsle ich meinen primären Trading-Ansatz nun von wichtigen Trends auf opportunistische, kurzfristige Spiele.

Das vielleicht am schwersten beladene Eventrisiko auf der Agenda ist die Veröffentlichung der Zinssatzentscheidung der RBA am Dienstag. Der Markt hat die 90 prozentige Wahrscheinlichkeit einer Zinssatzsenkung einkalkuliert, also besteht bereits eine harte, bärische Tendenz für das Paar. Dies macht es einfacher, ein "positives" Resultat zu erzeugen, bei dem der Aussie Dollar eine Rallye verzeichnen kann. Sollte die RBA ihre Zinsen nicht kürzen (starke AUD Rallye) oder sie senken und eine neutralere/restriktivere Haltung anbieten, würde mein bevorzugter Trade ein Bruch des AUD/USD über 0,9000 und dann 0,9300 sein. Der AUD/NZD über 1,1400 könnte langsamer sein, aber er würde mehr Fortsetzung bieten, da er nicht mit dem Risiko verankert ist.

Alternativ könnte die Zinssatzsenkung der RBA mit einer anhaltenden Bedrohung künftiger unbegrenzter Lockerungsrunden diesen reifen Trend beibehalten. Für ein weiterführendes Szenario bevorzuge ich, meine GBP/AUD Long-Position (1,6940, ST: 1,6940) zu behalten, da sie vor kurzem den Widerstand überwand und sich zur nächsten Etappe bewegte. Ich habe bereits Teilprofite erzielt und setzte meinen Trailing-Stop bei der zweiten Hälfte auf Breakeven, aber ich könnte ihn noch weiter verschieben, um den aktuellen schwebenden Gewinn zu schützen. Ein weiteres reizvolles Paar ist der AUD/JPY unter 88,50. Eine marktweite Bewegung mit Risikoaversion, um die Yen-Crosses durchzuspülen, wäre hier das Beste, aber der Bruch bei 88,75 war ein wichtiger, technischer Coup und bietet eine gute Beschleunigung des bestehenden Trends.

Der Sterling ist eine weitere Währung, die mit einem wichtigen Eventrisiko konfrontiert wird, der Inflationsbericht der BoE wird die Prognosen aktualisieren und festlegen, ob in Zukunft eine Orientierungshilfe angeboten wird. Ich habe eine EUR/GBP Long-Position (0,8750, ST: 0,8675), die in den roten Zahlen steht, aber sie verfügt über Potential in beide Richtungen. Falls Stimulus vermieden wird und sie wieder auf 0,86 zurückkehrt, könnte sie eine langfristige Unterstützung durchbrechen. Bei einem erneuten Stimulus kann sie einen langfristigen Trendlinien-Widerstand über 0,8800 durchbrechen - wobei ich die Position erweitern würde. Das GBP/JPY ist ebenfalls interessant, ich bevorzuge es jedoch unter 147,50.

Vielleicht verfügen meine Lieblings-Setups jedoch nicht über einen Katalysator. Der EUR/USD (Bild) ist knapp über seinen tiefsten Aktivitätslevels des Jahres, der jahrelange Trendlinien-Widerstand befindet sich über 1,3300 und die Unterstützung mit geringerer Festigkeit liegt tief bei 1,3175. Ich bevorzuge einen bärischen Bruch. Der USD/JPY wurde von einer bedeutenden Trendlinie und einer Fib-Kombo bei 100 zurückgewiesen. Ich warte auf eine Fortsetzung unter 98,75, 97,50 und 95, sollte sich tatsächlich ein Momentum aufbauen. Mein anderer, vorhandener Trade ist die USD/CAD (Bild) Long-Position ab 1,0280 (ST 1,0280), bei der ich einen Trailing Stop setzte, nachdem ich bei der ersten Hälfte +75 verbucht habe. Diese Position bewegt sich wahrscheinlich langsamer, dafür beständiger, und es besteht eine Range bis hoch zu 1,0600.

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