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Tägliche Beobachtungen: 17. Juni 2013

Tägliche Beobachtungen: 17. Juni 2013

2013-06-17 15:40:00
Christopher Vecchio, CFA, Senior Währungsstratege
Teile:

Aktuelle Positionen:

- Scalping - Verkauf von EUR/JPY und USD/JPY Rallyes, Beobachtung von EUR/USD H&S

- Short EUR/USD ab 1,3340, Stop bei 1,3420, Ziel 1 bei 1,3260, Ziel 2 bei 1,3175, Ziel 3 bei 1,3065.

Typischer Zeitrahmen: 1 Tag bis 1 Woche

Im Vorfeld des Fed Meeting am Mittwoch ist es ziemlich klar, dass der Markt eine starke Verlangsamung von QE3 einkalkuliert - vielleicht eine Reduzierung des Programms in der nächsten Woche um $25 Mrd. auf $35 Mrd. Das scheint übertrieben angesichts des dezenten Kerninflationsdrucks und des Abwärtstrends im Arbeitsmarkt. (Die 3-monatigen, 6-monatigen, und 12-monatigen Durchschnitte fielen als Ergebnis der Mai NFP-Statistik.) Falls es eine QE3-Reduzierung geben wird, wird sie wesentlich kleiner ausfallen als die Marktteilnehmer einkalkulieren; alles weniger als $15 Mrd. könnte kurzfristig zu einer Rallye der US Treasuries führen, was weiteren Druck auf den USD/JPY ausüben würde. Da von der BoJ nichts erwartet wird, gibt es keinen Grund gegen den Trend zu kämpfen, obwohl ich immer noch glaube, dass der USD/JPY mittelfristig die 110,00 in 4Q'13 erreichen könnte.

Die andere Seite des Yen Trade, die kaum diskutiert wurde, ist die Tatsache, dass sich die Regierungspartei von Shinzo Abe den Wahlen im Juli gegenübersieht und aufgrund der Kontroverse um die "Abenomics" wird er davor wahrscheinlich keine neuen Maßnahmen vorantreiben. (Warum das politische Kapital vergeuden, wenn er noch ein paar Wochen warten kann?). Somit stehen die Fundamentalaspekte bislang in einer Linie, um den Druck nach unten auf den USD/JPY aufrecht zu erhalten.

Ich habe beim EUR/USD eine komplette Short-Position eingerichtet, netto 1,3340 nach einem Entry bei 1,3330 (2/3) und habe dann bei 1,3360 erweitert (1/3). Die 4h bärische Schlüsselwende bei der 01:00 EDT bis 05:00 EDT Kerze am Donnerstag bietet meiner Meinung nach einen soliden Referenzrahmen für Risiko, angesichts der Tatsache, dass das Hoch sich in der Umgebung des Swing-Hochs von Mitte Januar bei 1,3400/10 befindet. Ähnlich befindet sich die rechte Schulter eines Kopf & Schulter Musters, das bis auf den September zurück geht, theoretisch ebenfalls an diesen Levels. Daher denke ich, dass dies einem günstigen Entry so nahe wie wünschenswert ist, wenn man ersucht ein nahes Top zu wählen.

Es mag danach aussehen als wenn das Fed Meeting einen höheren EUR/USD provozieren könnte, doch ich stimme dem nicht zu, da die finanziellen Spannungen der Eurozone beginnen wieder aufzutauchen. In der letzten Woche, hat der EUR/USD die europäischen Schulden und Aktien hinter sich gelassen, während der EUR/JPY sich unter den JPY-Crosses zum Underperformer entwickelt hat, was die empfundene Angst, die durch die steigenden kurzfristigen (2 J.) italienischen und spanischen Bond-Renditen illustriert wird, bestätigt.

Während die Absichten der EZB-Politik inmitten eines unklaren Ausblicks für die Wirtschaft der Region klar sind, erscheinen die Absichten der Fed-Politik weniger klar inmitten eines verschwommenen Ausblicks für die Wirtschaft der Region, obwohl die wirtschaftliche Zukunft der US wesentlich heller als die der Eurozone aussieht. Doch falls die Fed ihre Politik auch nur geringfügig verändert, die Auflösung von QE3 hat offiziell begonnen (ich denke nicht, dass sich das ändern wird, da es ein zu großes Risiko für deren Glaubwürdigkeit darstellt), sind zwei Dinge möglich: Die Fed glaubt, dass die Wirtschaft schrittweise erhöhte Zinsen verarbeiten kann; und die Wirtschaft wird sich trotz steuerlichen Gegenwinden weiter verbessern.

Diese Konsequenzen verändern die Auffassung der EZB/Fed Dynamik: Nun sind die politischen Absichten der Fed inmitten eines optimistischen Ausblicks für die Wirtschaft der Region klarer. In diesem Fall kann der EUR/JPY, im Kontext mit dem USD/JPY, eine Abwärtsbewegung anführen und ebenso den EUR/USD nach unten ziehen. Weiter ansteigende kurzfristige periphere Gewinne, weiterer Druck auf die europäischen Aktien und keine/oder nur eine geringe Reduzierung des QE3 der Fed sind Schlüssel dafür, wie der EUR/USD Short ab jetzt funktioniert.

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