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Forex: Dollar und Risikotrends beständig trotz Annahme der Schuldenobergrenze

von , Chef-Währungsstratege
24 Januar 2013 06:11 MEZ
  • Dollar und Risikotrends beständig trotz House-Schulden-Zustimmung
  • Euro zieht sich weiter aus Krise, aber EUR/USD 1,3400 Hoch bleibt bestehen
  • Britisches Pfund: Rückgang bei Arbeitslosenanträgen, Referendum Camerons löst wenig Reaktion bei Tradern aus
  • Japanischer Yen Anstieg reißt bei kritischen Levels ab
  • Kanadischer Dollar fällt unerwartet, nachdem Bank of Canada Wachstumsaussichten mindert
  • Australischer Dollar: Verbesserter Zinsausblick, nachdem VPI und chinesischer PMI wenig Volatilität bieten
  • Gold fällt, da Repräsentantenhaus Budgetkrise aufschiebt und Dollar sich hält

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Dollar und Risikotrends beständig trotz House-Schulden-Zustimmung

Die fundamentale Strömung nimmt weiter zu, dennoch lassen sich die spekulativen Trends nicht von ihrem Stillstand ablösen. Dies belastet den US-Dollar, der am FX-Markt immer noch eine vorherrschende Rolle als Safe-Haven und Reservewährung spielt. Für den Dow Jones FXCM Dollar Index (Ticker = US-Dollar), war die Loslösung von Risikotrends wahrscheinlich die Rettung vor einer ernsthaften Extension der Umkehr ab den sechs-monatigen Hochs, die Ende letzter Woche erreicht wurden. Stattdessen schloss der Index unverändert in der Nähe von 10.100. Bei den Majors ist der fehlende Antrieb für den Greenback weniger komfortabel. Der EUR/USD befindetin einer Congestion bei 11-monatigen Hochs unterhalb von 1,3400 und der AUD/USD liegt knapp unter dem beständigen Widerstand bei 1,0600, nahe den 10-monatigen Hochs. Die Apathie des Marktes wird nicht für immer anhalten, und die Nähe zu "Risk on" kann einen bärischen Dollar Trend ermutigen.

Wenn man das Eventrisiko in den Nachrichten in der vergangenen Handelszeit bedenkt, ist es bemerkenswert, dass die Kapitalmärkte und der Dollar einen bedeutenden Anstieg abweisen. Wenige Entwicklungen an diesem Tag spielten sich direkt durch die Hauptfixierungen der letzten Wochen und Monate des Marktes ab. Ganz oben auf der Liste stand die Abstimmung des US-Repräsentantenhauses, um vorläufig den Schuldendeckel bis zum 19. Mai anzuheben. Gemäß einer Umfrage durch Bloomberg, ist der aktuelle US Budget Konflikt die Hauptsorge der meisten Marktteilnehmer (36 Prozent). Dies erklärt die Rallye sowohl des S&P 500 und US-Dollars nach dem Fiscal-Cliff-Deal am 2. Januar. Dennoch wurde die Zustimmung weitere drei Monate herauszuschinden nicht mit Erleichterung oder gar einer Rallye aufgenommen. Möglicherweise könnte es noch zu früh sein, um eine Risiko-Rallye auszulösen, oder vielleicht warten die Investoren auf die Zustimmung des Senats und des Weißen Hauses. Während dies eine weitere größere Hürde für Risikotrends entfernt, könnte das Fehlen eines Einflusses auf den Kurs andeuten, dass dies bereits größtenteils einkalkuliert wurde.

Falls wir jedoch denken, dass die laue Reaktion des Marktes auf eine bedeutende Nachricht bezüglich des Defizit-Streits ein Zeichen dafür sei, dass die Bären Halt gewinnen, dann würde dies ebenso eine Missachtung von zwei Ereignissen, die ansonsten das Risiko schüren und beim Dollar eine Rallye auslösen, bedeuten. Zu Anfang der US-Handelszeit, gab der IWF die neuesten Zahlen zum globalen Wachstum heraus. Die Herabsetzung der weltweiten Wirtschaftsleistung für 2013 (von 3,6 auf 3,5 Prozent) umfasste bedeutende Herabsetzungen unter anderem für die US, die Eurozone, Japan und die UK. Später richtete sich der Fokus erneut auf die Gewinnveröffentlichungen, da der Marktführer Apple die Gewinne pro Aktie (EPS)für das 1. Quartal 2013 veröffentlichte und die Schätzungen übertraf. Jedoch war es die verpasste Umsatz-Kennzahl und eine schwächere Orientierungshilfe für das kommende Quartal, was die Aktien Stunden später so stark fallen ließ, wie schon seit dem Höhepunkt der Finanzkrise nicht mehr. Trotzdem zeigte der Dollar keine Reaktion.

Euro zieht sich weiter aus Krise, aber EUR/USD 1,3400 Hoch bleibt bestehen

In derselben oben erwähnten Umfrage durch Bloomberg, war das Wiederaufleben der Eurokrise die zweitgrößte Sorge der Investoren (29 Prozent). In der Region wendete sich das "Tail Risiko" und löste eine bedeutende Erholung des EUR/USD aus, nachdem letzten Juli die Europäische Union (EU) und die Europäische Zentralbank (EZB) ungewöhnliche Schritte versprachen, um das Finanzsystem der Region zu stabilisieren. Trotzdem haben wir diese Woche bei den am meisten gefährdeten Mitgliedern der Eurozone einen bedeutenden Fortschritt gesehen - eine weitere Überraschung für die fehlende Reaktion des Marktes. Am Dienstag verkaufte Spanien Bonds mit einer Rekord-Nachfrage, und in der vergangenen Handelszeit trat Portugal erneut in den Markt ein, zum ersten Mal seit seiner Rettung, und fand starke Unterstützung. Währenddessen nahm die Bank von Spanien die Gelegenheit wahr, die Wachstumserwartungen des VPI im 4. Quartal bis auf -0,6 Prozent und die Prognose für 2013 herabzustufen. Es wird erwartet, dass die Wirtschaft der Eurozone das Jahr über unter einer Rezession leiden wird, und diese Befürchtung könnten sich in den kommenden Handelszeiten verfestigen, wenn die PMI Zahlen veröffentlicht werden. Die monatlichen Aktivitätsberichte liegen zeitlich nah zu den BIP-Zahlen.

Britisches Pfund: Rückgang bei Arbeitslosenanträgen, Referendum Camerons löst wenig Reaktion bei Tradern aus Das Britische Pfund sah sich der größten Agenda seit Monaten gegenüber, und das Eventrisiko bewegte die Währung kaum. Viele Nachrichten des Kalenders wurden bereits im vornherein entschärft. Die Rede von Premierminister David Cameron über das UK-EU Referendum ("Bleiben/Austritt") wurde dadurch entschärft, dass sich der Kurs Ende letzter Woche durch Erwartungen kämpfte. Die Protokolle der Bank of England (BoE) haben gewöhnlicherweise wenig Einfluss, aber der Gouverneur der BoE, King, gab zu Anfang der Woche eine Warnung über enttäuschende Wachstumsaussichten für dieses Jahr bekannt, und die Offenheit hinsichtlich einer zusätzlichen Lockerung überraschte niemanden. Die einzig wahre Überraschung war der Fall bei Arbeitslosenanträgen um 12.100, was die Arbeitslosenquote auf das tiefste Niveau seit Juni 2011 senkt. Trotzdem konnte das Pfund nicht wirklich zulegen.

Japanischer Yen Anstieg reißt bei kritischen Levels ab

Um eine ernsthafte Umkehr zu vollführen und ein dramatisches Ende der 10 Tage anhaltenden Rallye des USD/JPY herbeizuführen, könnte der Yen eine Triebkraft brauchen. Bei dieser weiten und schnellen Bewegung, könnte eine Korrektur ein ernsthaftes Risiko darstellen. Dennoch muss die Neigung zum Verbuchen von Profit oder zu einer Spekulation auf einen Rückgang erst noch stattfinden. Da der Plan der Bank of Japan, einen größeren Stimulus einzuführen, erst Anfang nächsten Jahres in Kraft tritt, ist der Yen eine weitere Währung, der es an einer kritischen Triebkraft fehlt. Was wäre hier die beste, mögliche Treibkraft? - Risikotrends. Aber der Zustand der spekulativen Trends in diesem Moment ist uns allen wohl bekannt.

Kanadischer Dollar fällt unerwartet, nachdem Bank of Canada Wachstumsaussichten mindert

Bemerkenswerterweise war die marktbewegendste Währung an diesem Tag mit einer andererseits vollen Agenda der Kanadische Dollar. Dies ist ein Spiegelbild dessen, was eine wahre Überraschung am Markt bewirken kann, denn die politische Entscheidung der Bank of Canada (BoC) wurde kaum erwartet. Dennoch führten das Herabsetzen der Wachstumsprognose und Gerüchte, dass eine erste Zinsanhebung verschoben wird, zu einem marktweiten Fall der Kanadischen Währung.

Australischer Dollar: Verbesserter Zinsausblick, nachdem VPI und chinesischer PMI wenig Volatilität bieten

Nach dem leichten Verfehlen der VPI-Ziffer für das 4. Quartal gestern, sind die 12-monatigen Zinssatzprognosen der Reserve Bank of Australia (RBA) auf das niedrigste Niveau seit Jahresbeginn gefallen - vielleicht eine Umkehr der restriktiven Politik seit Oktober. Währenddessen bekam der zahme Rückgang des Aussie Dollar keine weitere Ermutigung durch den chinesischen Herstellungs-PMI von diesem Morgen.

Gold fällt, da Repräsentantenhaus Budgetkrise aufschiebt und Dollar sich hält

Der Fortschritt bei der Schuldenobergrenze der USA könnte dem Gold in der vergangenen Handelszeit Auftrieb verschafft haben, wenn die Risikotrends vorhanden gewesen wären. Wenn das Sentiment empfindlich auf die Gezeiten der Fundamentales reagiert hätte, wäre der Greenback wahrscheinlich nach solch einer wichtigen Risikoabschwächung gefallen. Daraufhin hätte das Gold von den Leiden der Währung profitiert. Stattdessen belastete der verringerte Druck auf die Währungen allgemein das Edelmetall.

**Eine komplette Aufstellung von anstehendem Eventrisiko und vergangenen Veröffentlichungen finden Sie hier www.dailyfx.com/calendar

WIRTSCHAFTSDATEN

GMT

Währung

Veröffentlichung

Umfrage

Vorherig

Bemerkungen

EUR

Deutscher Import-Preis-Index (im Monatsvergleich) (DEZ)

0,0%

EUR

Deutscher Import-Preis-Index (im Jahresvergleich) (DEZ)

1,1%

1:45

CNY

HSBC Flash Herstellungs-PMI (JAN)

51,7

51,5

2:00

NZD

Kreditkartenausgaben saisonbereinigt (im Monatsvergleich) (DEZ)

0,4%

Starke Schwankung bei Daten. Bemerkenswert jedoch in 11.2011 bei -4,2.

2:00

NZD

Kreditkartenausgaben (im Jahresvergleich) (DEZ)

3,9%

Seit 03.2009 ansteigend, und seit 10.2011 im Abwärtstrend.

8:00

EUR

Spanische Arbeitslosigkeit (4Q)

26,0%

25,0%

Erreichte erneut Rekord gemäß Monatsberichte

8:00

EUR

Französischer Herstellungsindex PMI (JAN P)

44,9

44,6

Bleibt seit 02.2012 unter 50.

8:00

EUR

Französischer Dienstleistungs-PMI (JAN P)

45,5

45,2

Bleibt seit 04.2012 unter 50.

8.30

EUR

Deutscher Herstellungsindex PMI (JAN A)

46,8

46

Bleibt seit 03.2012 unter 50.

8.30

EUR

Deutscher PMI Dienstleistungen (JAN A)

52

52

Anstieg über 50 in 12/2012.

9:00

EUR

PMI der Euro-Zone zusammengesetzt (JAN A)

47,5

47,2

Bleibt seit 02.2012 unter 50.

9:00

EUR

Euro-Zone Dienstleistungs-PMI (JAN A)

48

47,8

9:00

EUR

Herstellungsindex PMI der Euro-Zone (JAN A)

46,6

46,1

9:00

EUR

Leistungsbilanz der Euro-Zone, nicht saisonbereinigt (Euro) (NOV)

7,2 Mrd.

Große Schwankung der Daten.

9:00

EUR

Leistungsbilanz der Euro-Zone, saisonbereinigt (Euro) (NOV)

3,9 Mrd.

Bleiben in Leistungsbilanzüberschuss seit 11.2012.

9:30

GBP

BBA-Darlehen für den Immobilienkauf (DEZ)

34100

33634

Seit 06.2012 steigend.

11:00

GBP

CBI berichtete Verkäufe (JAN)

15

19

Sechs-Jahres-Durchschnitt bei 3,95.

13:30

USD

Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe (20. JAN)

358 Tsd.

335 Tsd.

Seit 01/2013, gingen die wöchentlichen Ansprüche um 9,95% zurück, während fortlaufende Ansprüche um 2,78% zunahmen.

13:30

USD

Fortlaufende Ansprüche (13. Jan)

3200 Tsd.

3214 Tsd.

13:58

USD

Markit US PMI vorläufig (JAN)

53

54

Sechsmonatsdurchschnitt bei 52,5.

15:00

USD

Frühindikatoren (DEZ)

0,4%

-0,2%

Schwankt zwischen Quartalen,

16:00

USD

Kansas City Fed Herstellungsaktivität (JAN)

1

-2

Prallte von vorherigem Tief in 11.2012 ab.

16:00

USD

DOE U.S. Crude Oil Vorräte (18. JAN)

2500 Tsd.

-951 Tsd.

Große Schwankung der Daten.

16:00

USD

DOE U.S. Destillatvorräte (18. JAN)

500 Tsd.

1686 Tsd.

Im Aufwärtstrend seit 09.2012, dennoch zwischenzeitlich starker Rückgang.

23:30

JPY

Nationaler VPI (im Jahresvergleich) (DEZ)

-0,2%

-0,2%

Bewegte sich die letzten 2 Jahre um -0,5 und 0,5.

23:30

JPY

Inland-VPI exkl. frische Lebensmittel (im Jahresvergleich) (DEZ)

-0,2%

-0,1%

Weniger Fluktuation, nachdem frische Nahrungsmittel vom Index ausgeschlossen wurde.

23:30

JPY

Inland-VPI exkl. Lebensmittel, Energie (im Jahresvergleich) (DEZ)

-0,5%

-0,5%

Höhere Deflation, nachdem Energiekosten vom Index ausgeschlossen wurden.

GMT

Währung

Nächste Ereignisse & Ansprachen

03:45

JPY

Japan verkauft 20-Jahresanleihen

17:30

GBP

BoEs Martin Weale spricht über UK-Wirtschaft

18:00

USD

US Treasury wird 10-jährige TIPS verkaufen

23:50

JPY

Bank of Japan Sitzungsprotokoll

UNTERSTÜTZUNGS- UND WIDERSTANDSLEVEL

Um die aktualisierten UNTERSTÜTZUNGS- UND WIDERSTANDSLEVEL für die Majors zu sehen, besuchen Sie das Technische Analyse Portal

Um die aktuellen PIVOT POINT LEVELS für die Majors und Crosses, besuchen Sie unsere Pivot Point Tabelle

KLASSISCHE UNTERSTÜTZUNG UND WIDERSTAND NEUE MÄRKTE 18:00 GMT SCANDIES WÄHRUNGEN 18:00 GMT

Währung

USD/MXN

USD/TRY

USD/ZAR

USD/HKD

USD/SGD

Währung

USD/SEK

USD/DKK

USD/NOK

Widerst. 2

15,5900

2,0000

9,2080

7,8165

1,3650

Widerst. 2

7,5800

6,1875

6,1150

Widerst. 1

15,0000

1,9000

9,1900

7,8075

1,3250

Widerst. 1

6,8155

5,9190

5,8200

Spot

12,7029

1,7713

9,0816

7,7529

1,2274

Spot

6,5206

5,6034

5,5582

Unterstütz. 1

12,5000

1,6500

8,5650

7,7490

1,2000

Unterstütz. 1

6,0800

5,5840

5,6000

Unterstütz. 2

11,5200

1,5725

6,5575

7,7450

1,1800

Unterstütz. 2

5,8085

5,3350

5,3040

INTRADAY PROBABILITY BANDS 18:00 GMT

\Währung

EUR/USD

GBP/USD

USD/JPY

USD/CHF

USD/CAD

AUD/USD

NZD/USD

EUR/JPY

GBP/JPY

Widerst. 3

1,3426

1,5949

89,63

0,9372

1,0059

1,0621

0,8517

119,73

142,14

Widerst. 2

1,3399

1,5920

89,40

0,9353

1,0044

1,0602

0,8498

119,34

141,73

Widerst. 1

1,3372

1,5891

89,17

0,9334

1,0028

1,0582

0,8479

118,94

141,31

Spot

1,3317

1,5833

88,72

0,9296

0,9997

1,0543

0,8441

118,16

140,47

Unterstütz. 1

1,3262

1,5775

88,27

0,9258

0,9966

1,0504

0,8403

117,38

139,64

Unterstütz. 2

1,3235

1,5746

88,04

0,9239

0,9950

1,0484

0,8384

116,98

139,22

Unterstütz. 3

1,3208

1,5717

87,81

0,9220

0,9935

1,0465

0,8365

116,59

138,80

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24 Januar 2013 06:11 MEZ

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